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Grundschulen-Test

Grundschule Kestnerstraße: Aussteigen nur unter Gefahr


Die HAZ hat Rektoren nach Problemen rund um ihre Schule gefragt. Diesmal: Grundschule Kestnerstraße. Dort klagt man über fehlende Park- und Haltemöglichkeiten für die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen.
Keine Haltemöglichkeit: Vor der Grundschule Kestnerstraße wird es zu Schulbeginn wieder eng.

Keine Haltemöglichkeit: Vor der Grundschule Kestnerstraße wird es zu Schulbeginn wieder eng.

© Dariusz Sabala

Das Problem widerrechtlich parkender Eltern, die aus reiner Bequemlichkeit ihr Kind so nah wie möglich an die Schule chauffieren und dabei andere Verkehrsteilnehmer gefährden, ist bekannt. An der Grundschule Kestnerstraße sieht die Situation morgens und mittags ähnlich chaotisch aus.

Doch den Eltern will Schulleiterin Uschi Albrecht keinen Vorwurf machen. „Es gibt bei uns überhaupt keine Park- oder Haltemöglichkeit, weder direkt vor der Schule noch weiter entfernt“, sagt Albrecht. „Eltern haben de facto gar keine Möglichkeit, ihre Kinder gefahrlos aus dem Auto zu lassen.“

Besonders unbefriedigend sei die Situation, findet Albrecht, weil die Grundschule Kestnerstraße mit ihrem Schwerpunkt Hochbegabung auch für Kinder aus entfernteren Stadtteilen attraktiv sei und diese natürlich oftmals von ihren Eltern mit dem Wagen gebracht würden.

Hintergrund ist der generelle Parkplatzmangel in der Südstadt. Morgens um acht Uhr bei Schulbeginn sind alle Parkplätze belegt, entweder von den Anwohnern selbst oder von Autofahrern, die in der Nähe arbeiten. Ein kleiner Parkplatz, der in der Vergangenheit den Lehrern zur Verfügung stand und auch Eltern die Möglichkeit zum kurzfristigen Halten gab, wurde bereits vor mehr als zehn Jahren geschlossen und begrünt. „Den müsste man wieder aufmachen“, sagt Albrecht. Denn auch den rund 20 Mitarbeitern der Schule macht die Parkplatznot zu schaffen.

Doch dieses Interesse stehe nicht im Mittelpunkt. „Mir geht es um die Sicherheit der Kinder“, sagt Albrecht, „und deshalb müssen wir eine Lösung finden.“

Da die Schule auch einen Zugang zur Stadtstraße habe, sei beispielsweise zu überlegen, ob dort morgens und mittags ein eingeschränktes Parkverbot gelten könne. Große Chancen räumt Albrecht der Umsetzung dieses Gedankenspiels allerdings nicht ein.

Dabei hat ihre Schule bereits erlebt, was bürgerschaftliches Engagement bewirken kann. Ein Zebrastreifen in der Stadtstraße/Ecke Bultstraße, der hinter einer Kurve liegt und von Autos so zugeparkt wurde, dass er schlecht einzusehen war, wurde nach Protesten als Gefahrenquelle entschärft, indem die Parkverbotszone vor und hinter dem Zebrastreifen erweitert wurde. „Da hat sich die Stadt sehr engagiert“, lobt Schulleiterin Albrecht.

Julia Pennigsdorf

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  • hintere Kestnerstraße Sylvio Fischer – 14.08.10
    Guten Tag aus Stuttgart!
    Ich wohne in Hannover, Kestnerstraße 37 und in Stuttgart.
    Im Juni 2005 erlitt ich eine sehr schwere Hirnblutung, die mich zwang, schnellstmöglich eine nahegelegene Klinik aufzusuchen, denn ein Rettungswagen kommt dort sehr oft nie durch. Da mir das Chaos der zugestellten Kestnerstraße an der Grundschule gut bekannt ist, fuhr ich mit einem TAXI zur MHH. Seitdem bin ich halbseitig gelähmt und arbeite konsequent an meiner Reha. Mein Ziel ist es, wieder in meiner Wohnung in der Kestnerstraße 37 zu wohnen. Schön wäre es, wenn die Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, bereit wären, auch mal 50 bis 100 Meter zu Fußzu gehen, ich kämpfe seit Jahren dafür, wieder selbst zu Fuß gehen zu können.
    Herzlichst;
    Sylvio Fischer
  • @MR Die Vernunft – 15.07.10
    Ja, es geht um die Sicherheit der Kinder, die von den EIGENEN Eltern durch ihre Unvernunft gefährdet wird.
  • Geht es in dem Artikel nicht um die Sicherheit von Kindern? MR – 15.07.10
    Traurig wie dieser Artikel zu neidvollen, bissigen Äußerungen genutzt wird. Keiner der bisherigen Verfasser von Kommentaren scheint auch nur ein geringes Interesse an der wirklichen Information des Artikels bzw. Kenntnis von der Schule zu haben.
    Dabei geht es doch eigentlich um die Sicherheit von Kinder, Grundschulkindern wohlgemerkt.
  • Stellplätze sind doch da!? Schulkind – 14.07.10
    komisch direkt vor der Schule sind Stellplätze die durch eine Hecke abgetrennt sind !!!??? Typisch Stadtverwaltung die können die Parkflächen schon nicht mehr sehen wenn sie direkt vor Ort liegen - warum Kein drive by school ? Oder hecke weg , stellplätze da -5 dürften reichen . Parkverbot??? So ein schwachsinn!!! Erst wenn der letzte Platz verpollert wurde werdet ihr merken dass man grün nicht wählen darf - und rot auch nicht !!!
  • Wie habe ich es nur geschafft Boris – 14.07.10
    durchs Leben zu kommen ohne von den Eltern überall hin chauffiert zu werden? Die öffentlichen Verkehrsmittel sind sehr sicher und auch ein kleiner Spaziergang hat noch keinem geschadet. Aber sowas ist wahrscheinlich nur was fürs Proletariat.
  • Sicherheit Sebastian – 14.07.10
    Ich sehe quasi die Hochbegabten-Kolonne von Porsche Cayenne- und Audi Q5-Vernunftsstadtautos vor mir... Wenn es den Eltern um Sicherheit (der eigenen und andrere Kinder) und nicht um eigene Bequemlichkeit ginge, würden sie ihre Kinder mit dem Fahrrad oder per Bus zur Schule bringen. Aber so früh fängt das in Deutschland eben an, die Erziehung zur Abhängigkeit vom Auto - deswegen kommen viele da eben später nicht mehr von runter.

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