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Aktion Sicherer Schulweg

Hip-Hop-Tänzer treten beim HAZ-Fest auf


Hip-Hop beim HAZ-Fest: Zehn- und elfjährige deutsche Meister der Tanzgruppe Lil’ People treten am Sonntag an der Parkbühne bei der Aktion „Sicherer Schulweg“ auf.
Beweglich auf der Tanzfläche, vorsichtig im Straßenverkehr: Die Lil’ People.

Beweglich auf der Tanzfläche, vorsichtig im Straßenverkehr: Die Lil’ People.

© Daniel Marcus Kunzfeld

Sie tragen leuchtend grüne Kapuzenpullover und wirbeln zu stampfenden Beats über die Tanzfläche. Schon viermal sind die Lil’ People deutscher Meister im Hip-Hop-Tanz geworden – dabei sind die „Kleinen Leute“ erst zwischen sieben und zehn Jahren alt. Bevor die Nachwuchstänzer im September in Bochum um den Weltmeistertitel kämpfen, treten sie jetzt am Sonntag, 8. August, beim Fest der HAZ-Aktion „Sicherer Schulweg“ an der Parkbühne auf.

Ein halbes Jahr lang hatte die Kinderformation der Tanzschule Bothe in Bothfeld die Choreografie unter der Leitung von Tanzlehrerin Julia Meyer eingeübt. Im Mai wurde die harte Arbeit dann belohnt: Aus der deutschen Hip-Hop-Meisterschaft in der hannoverschen AWD-Hall gingen die Lil’ People als bestes von 17 Teams hervor. „Mit dem vierten Titel in Folge sind sie jetzt die erfolgreichste Tanzformation überhaupt. Selbst bei den Erwachsenen hat das noch niemand geschafft“, berichtet Tanzschulenbesitzer Oliver Bothe stolz.

Vor allem der Teamgeist der 26 jungen Tänzer sei der Grund ihres Erfolgs, meint Trainerin Julia Meyer. „Viele Kinder bewegen sich zu wenig. Die Lil’ People zeigen, dass man sich mit viel Spaß und Musik fit halten kann.“ Den Auftritt der preisgekrönten Hip-Hopper beim HAZ-Fest sieht die 30-jährige Tanzlehrerin als Chance, auch den Eltern anderer Kinder zu zeigen, dass ihre Sprösslinge mit der richtigen Förderung viel erreichen können. Um weitere Kinder für die Formation zu begeistern, soll es an der Parkbühne auch Hip-Hop-Tanz zum Mitmachen geben, kündigt Tanzschulbesitzer Bothe an.

Die Lil’ People selbst kennen sich mit den Themen gut aus, um die es bei der Aktion „Sicherer Schulweg“ geht – schließlich müssen auch sie jeden Tag den Weg zur Schule meistern. Dass das nicht immer einfach ist, berichtet die elfjährige Pascale vom Gymnasium Leibnizschule in Bothfeld: „Es gibt sehr viele rücksichtslose Autofahrer. Manche halten nicht einmal an Zebrastreifen an.“ Auch der zehnjährige Jakob von der Hoffmann-von-Fallersleben-Grundschule in Bothfeld kennt die Tücken auf dem Weg zum Unterricht: „In der 30-Zone vor meiner Schule fahren viele Autos schneller als erlaubt. Deshalb steige ich lieber vom Fahrrad ab, wenn ich die Straße überqueren muss.“

Michael Soboll

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