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Tipps von der Polizei

So kommen Grundschüler auch auf Rollen sicher zur Schule

Von Bärbel Hilbig

Viele Grundschüler fahren mit Kickboards und Scootern zur Schule - das ist auch in Ordnung, wenn sie dabei ein paar Ratschläge der Polizei beachten.
Beliebt, aber nur für geübte Fahrer ungefährlich: die Kickboards

Beliebt, aber nur für geübte Fahrer ungefährlich: die Kickboards

© Archiv

Zur Schule rollern statt zu Fuß gehen – das ist unter Grundschülern äußerst beliebt. Auch an der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule in Bothfeld kommen morgens viele Kinder auf Rollern, sogenannten Kickboards, zum Unterricht. Der zehnjährige Tobias ist einer von ihnen. Er trägt als einziger einen Helm. „Meine Mutter sagt, dass ich den tragen soll.“ Er ist bereits häufiger gestürzt und weiß, dass der Helm ihn schützt. G estürzt sind alle jungen Fahrer bereits – leicht ist es nämlich nicht, auf den Rollern die Balance zu halten. Anfänger müssen viel üben, bevor sie sich auf den Schulweg wagen können.

Der achtjährige Victor ist schon ein kleiner Profi. „Ich kann das sehr gut“, sagt er und führt im nächsten Augenblick einen Sprung mit seinem Roller vor. Der Verkehrssicherheitsbeauftragte der Polizeidirektion Hannover, Gerd Schöler, kennt die Kunststücke, die Kinder mit den Kickboards einstudieren. „Ihr solltet aber nie mit Schwung auf die Straße springen, sondern anhalten, absteigen und gucken“, mahnt er die Schüler.

Schöler erklärt den Grundschülern der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule einige Grundregeln für den richtigen Umgang mit Kickboards. Kinder sollten immer auf dem Fußweg fahren, niemals auf dem Radweg oder der Straße. Auf dem Fußweg sollten sie sich zudem immer möglichst weit von der Straße entfernt bewegen. „Fußgänger und Rollerfahrer müssen gegenseitig aufeinander Rücksicht nehmen“, sagt Schöler. Aus diesem Grund hat Helmträger Tobias eine Klingel an sein Gefährt gebaut.

Auch mit Rollern müssen die Grundschüler auf den Verkehr achten. „Beim Überqueren der Straße solltet ihr nicht fahren, sondern schieben“, sagt Schöler. An Fußgängerüberwegen sei es ratsam, nach dem Anhalten die Hand nach vorn zu strecken. Damit zeige man Autofahrern an, dass man hinüber möchte. Schüler sollten nie schwer bepackt unterwegs sein. „Ich habe einmal meinen Ranzen an den Lenker gehängt“, sagt Anisha (8). Sie konnte ihren Roller zwar festhalten, doch beim Losfahren kippte sie um. „Wenn es zu schwer wird, schiebe ich lieber“, sagt sie. Marcel (9) hat einen weiteren Tipp parat: „Ich packe den Ranzen so, dass es nicht einseitig schwer ist.“ Zur Fahrsicherheit trägt nach Angaben von Schöler auch die richtige Höhe der Lenkstange bei. „Das erleichtert das Anschieben und Fahren“, sagt der Polizist. Roller ist übrigens nicht gleich Roller. Viele Kinder fahren mit sogenannten Scootern, andere mit Kickboards. Scooter, das sind Roller mit zwei kleinen Rädern und einem Lenker. Kickboards haben in der Regel zwei Räder vorn und ein Rad hinten, zudem einen Knauf statt eines Lenkers. Gelenkt wird durch Gewichtsverlagerung. Die neunjährige Lena hat beide Roller, sie empfiehlt Kindern einen Scooter. „Kickboard Fahren ist schwieriger“, sagt sie. „Ich bin leicht, da kann ich das Gewicht mit dem Knauf nicht so leicht verlagern.“

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