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Aktion sicherer Schulweg 2011 20.000 Besucher beim HAZ-Fest „Sicherer Schulweg“
Hannover Themen Aktion sicherer Schulweg 2011 20.000 Besucher beim HAZ-Fest „Sicherer Schulweg“
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20:57 21.08.2011
Wenn Volker Rosin singt und tanzt, machen alle Kinder mit. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Wenn Volker Rosin fragt, ob „alle ihre Hände dabeihaben“, will jedes Kind mitklatschen und singen. So wieder am Sonntag beim 14. HAZ-Fest „Sicherer Schulweg“. Auch die Geschwister Laura und Niklas lassen sich nicht lange bitten – und lernen nebenbei noch schnell beim Mitsingen „Am Bordstein heißt es halt!“. Familie Hartel ist extra wegen Rosin angereist. „Wenn wir vorher gewusst hätten, was es hier noch alles Interessantes gibt, wären wir auch so gekommen“, sagt Vater Andreas Hartel. Seine Frau Ines erzählt begeistert vom Kasper der Polizeipuppenbühne, der natürlich den Schulweg übte. „Viele Kinder wissen nicht, dass sie bei Grün an der Ampel nicht einfach losgehen, sondern gucken sollten, ob wirklich kein Auto kommt. Wenn das mit Liedern vertieft wird, ist es einfach toll.“

Tochter Laura staunt die beiden Polizeipferde mit großen Augen an. „Sie sind sehr schön.“ Doch Escorial und Eisenherz punkten auch mit ihrer Nervenstärke und verblüffen die Kinder, weil selbst ein Pistolenknall sie nicht aus der Fassung bringt. Dagegen bekommt mancher Besucher dieses Jahr beim Anblick von so manchen Kindern einen ordentlichen Schreck. Da tragen Jungs eine rot verschmierte Wunde am Arm, und Mädchen weisen einen schlimmen Bluterguss am Auge auf. Die Schminkexperten der Feuerwehr haben ganze Arbeit geleistet – und die Kinder amüsieren sich.

Heide Robson und ihre Kinder Maximilian und Henrietta zieht es zu zwei riesigen, mit Luft gefüllten Gummiautos der Dekra, zwischen die man sich stellen kann. Erwachsene können so erleben, wie wenig Kinder sehen, wenn sie zwischen zwei parkenden Autos auf die Straße gehen. „Es ist sehr beängstigend. Eine gute Idee, das mal so zu zeigen“, sagt Robson.

Zum ersten Mal blödeln Käpt’n Blaubär und Hein Blöd beim HAZ-Fest herum. Nach ihrem bejubelten Auftritt schauen sich die beiden neugierig an den zahlreichen Ständen um, immer aufgelegt für einen Schabernack. Und umringt von Kindern, die die zotteligen Witzbolde gerne anfassen wollen. So auch Erstklässlerin Francesca Obeck. „Das ist aufregend.“ Ohne zahlreiche Sponsoren und Ehrenamtliche wie die jungen Tänzer der Tanzschulen Bothe gäbe es das HAZ-Fest nicht, wie HAZ-Moderator Jan Sedelies betont. „Wir haben ein wichtiges Anliegen. Es geht um unsere Kinder und ihre Sicherheit“, sagt Volker Goebel, Leiter der HAZ-Lokalredaktion. Oberbürgermeister Stephan Weil, Schirmherr der HAZ-Aktion „Sicherer Schulweg“, verrät, dass er selbst als Kind Schülerlotse war – und gerne noch einmal in die Rolle schlüpfen will, damit sich mehr Schüler für die Aufgabe finden.

Polizeipräsident Uwe Binias lobt, das übergreifende Bündnis für Verkehrssicherheit in Hannover sei einmalig. Roland Tunsch vom Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUVH) berichtet, dass aktuell die meisten Unfälle auf dem Schulweg Kinder betreffen, die zu Fuß gehen. Wilhelm Lindenberg und Tolga Otkun vom Großraum-Verkehr Hannover (GVH) weisen darauf hin, dass Schüler bei Üstra und Regiobus das Verhalten in Bus und Bahn lernen können. Die Verkehrswacht Hannover, die sich mit rund 30 Ehrenamtlichen beim Fest engagiert, ist bei der Verkehrserziehung in Kindergärten und Schulen sehr aktiv, wie Vorsitzender Fritz Henze berichtet. Aber ein Schlüssel liege bei den Erwachsenen, betont Volker Seitz von Volkswagen Nutzfahrzeuge. „Sie müssen Rücksicht auf die Kinder nehmen.“

Bärbel Hilbig und Michael Soboll

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