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Schulbeginn

Auch ältere Kinder sollten Schulwege üben

Von Bärbel Hilbig

„Autofahrer können euch ganz schlecht sehen, wenn ihr hinter einem parkenden Auto auf die Straße geht" - Nach den langen Ferien sollten Eltern von Grundschülern ihre Kinder erneut auf alle Risiken hinweisen.
Grundschülerin Elif (li.) zeigt Nele, die eingeschult wird, das richtige Verhalten im Verkehr.

Grundschülerin Elif (li.) zeigt Nele, die eingeschult wird, das richtige Verhalten im Verkehr.

© Herzog

Hannover. Die Kinder aus der „Leopardenklasse“ staunen nicht schlecht. Sie sind vor den Ferien einige Wege rund um ihre Schule abgegangen, gemeinsam mit Polizistin Rebecca Gorski und zwei Herren von der Verkehrswacht Hannover. Und ihr Mitschüler Christo ist einfach verschwunden. Hakar kann es nicht fassen: „Wo ist er denn?“ Dabei hat sich der zehnjährige Christo nur kurz zwischen zwei schwarze Autos an den Fahrbahnrand gestellt und ausnahmsweise keinen Mucks gesagt.

Günter Nolte, Ehrenamtlicher bei der Verkehrswacht, ist zufrieden. Ein Lernziel ist erreicht. „Autofahrer können euch ganz schlecht sehen, wenn ihr hinter einem parkenden Auto auf die Straße geht.“ Wenn in dieser Woche wieder 4400 Erstklässler in Hannover eingeschult werden, ist das Üben des Schulwegs das A und O. Aber auch Dritt- und Viertklässler wie in der altersgemischten Leopardenklasse der Gebrüder-Körting-Schule können ein Training ihrer Verhaltens auf der Straße meist gut vertragen. Besonders, wenn auf dem Weg einige wirklich schwierige Stellen liegen.

Da wo die Hermann-Ehlers-Allee auf die Badenstedter Straße trifft, ist das der Fall. Nolte und sein Mitstreiter Ulli Drewitz hatten vorher im Unterricht Blanko-Stadtteilpläne verteilt, auf denen die Kinder ihren Schulweg malen und gefährliche Orte markieren konnten. Diese Straßenecke haben die meisten Kinder rot angestrichen.

Der Weg bis auf die andere Seite der Badenstedter Straße erscheint unendlich weit und hindernisreich. Es gilt, einen Radweg, die Fahrbahn, die Schienen der Straßenbahn und dann wieder Fahrbahn und Radweg zu überqueren. Doch schnell zu laufen ist auch keine Lösung. „Dann könnten wir stolpern und uns verletzen“, sagt die neunjährige Cosima. Also üben die Kinder, etappenweise über die breite Straße zu kommen, auf die Ampeln zu achten, auf den winzigen Verkehrsinseln zu pausieren und nach jedem Abschnitt neu aufmerksam zu beobachten, ob Autos, Stadtbahn oder Radler kommen. Polizistin Rebecca Gorski mahnt: „Bevor ihr den Radweg überquert, müsst ihr wirklich nach rechts und links gucken und nicht nur den Kopf schütteln.“

Auch dort, wo die Badenstedter Straße in der Nähe der Straße Am Soltekampe durch eine Unterführung geht, müssen die Kinder aufpassen. Vor dem Tunnel überwuchern Hecken den Weg. Die Kinder gehen im Gänsemarsch, weil der Fußweg immer schmaler wird. Und selbst ruhige Seitenstraßen, die aus dem Blickwinkel Erwachsener völlig problemlos wirken, erfordern die besondere Aufmerksamkeit der Schüler. Es reicht nicht, nach rechts und links zu schauen, um in einem Rutsch über die Straße zu kommen. Parkende Autos versperren den Grundschülern die Sicht. „Geht langsam bis zur Straßenmitte und schaut dann noch mal, ob von rechts ein Auto kommt“, rät Polizistin Gorski.

Das HAZ-Fest zur Einschulung: Sonntag, 21. August, 11 bis 17 Uhr, Parkbühne an der AWD-Hall. Der Eintritt ist frei.

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Einen sicheren Weg suchen

Damit die angehenden Erstklässler bald selbst sicher zur Schule gelangen, werden viele Eltern den Schulweg schon in den nächsten Wochen mit ihren Kindern üben.

Nach links und rechts gucken

Zebrastreifen oder Ampeln gibt es nicht überall. Auch der sechsjährige Lorenz wird bald auf dem Schulweg häufig Straßen überqueren müssen, wo ein gesicherter Überweg fehlt.

Aufpassen an Ausfahrten

Selbst auf dem Fußweg können die Kinder nicht immer entspannt in die Luft gucken, wie es Lorenz am liebsten wäre.

Achtung an der Ampel

Auf dem zukünftigen Schulweg von Lorenz gibt es auch eine Ampel. Sicherer können Kinder kaum über die Straße kommen.

Vorsicht an der Haltestelle

Bisher fährt Lorenz fast nie im Bus, und natürlich erst recht nicht allein. „Bei Ausflügen mit dem Kindergarten fahre ich manchmal im Bus“, erzählt der Sechsjährige.

Immer anschnallen im Kindersitz

Tanja Bagdonat, die Mutter von Lorenz und Antonia, hat ihr Auto mit jeweils passenden Kindersitzen für alle drei Kinder ausgerüstet.

Stets am Gehweg aus dem Auto steigen

Häufig transportiert Tanja Bagdonat ihre drei Kinder mit dem Auto. Der sechsjährige Lorenz kennt sich damit aus und seine große Schwester Antonia selbstverständlich erst recht.

HannoverHelm

Der HannoverHelm

Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr haben HAZ, die Polizeidirektion Hannover sowie Stadt und Region Hannover und die Firma Uvex einen Fahrradhelm entwickelt.



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