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Der Schulweg führt über eine unübersichtliche Kreuzung

Eltern fordern Zebrastreifen Der Schulweg führt über eine unübersichtliche Kreuzung

Eigentlich schwören die Eltern im Neubaugebiet „Seelhorst Park“ darauf, ihre Kinder zu Fuß zur Schule zu schicken. „Es ist ja gut, wenn die Kinder sich bewegen“, sagt Josephin Lorenz. Und außerdem lernen sie so ein Stück Selbstständigkeit.

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Josephin Lorenz begleitet ihren Sohn Julius lieber über die Kreuzung an der Peiner Straße – „die Autofahrer verhalten sich alle so, als hätten sie Vorfahrt“, sagt sie.

Quelle: Wallenwein

Hannover. Doch eine Kreuzung direkt vor ihrer Siedlung am Stadtfriedhof bereitet den Eltern Sorgen. Sie haben sich deshalb an die HAZ gewandt, die gemeinsam mit der Polizei in der Serie „Aktion Sicherer Schulweg“ Hilfestellung für Erstklässler gibt.

Da wo Peiner Straße, Hoher Weg und Elsenborner Straße aufeinandertreffen, ist die Situation selbst für Erwachsene oft nicht leicht zu überblicken. Die Peiner Straße verliert stadtauswärts ihren Vorfahrtstatus, die abknickende Vorfahrt setzt sich im Hohen Weg fort.

„Die Autofahrer verhalten sich aber alle so, als hätten sie Vorfahrt“, sagt Josephin Lorenz. Als Konsequenz begleiten manche Eltern selbst ihre Kinder, die schon in die vierte Klasse der Heinrich-Wilhelm-Olbers-Grundschule gehen, jeden Morgen über die Peiner Straße und lassen sie erst danach allein weiterziehen. „Es gibt keinen Zebrastreifen“, kritisiert Josephin Lorenz. Ihr Sohn Julius hat schon die Fahrradprüfung absolviert und wird bald noch häufiger mit dem Rad unterwegs sein, wenn der Zehnjährige nach den Ferien an seiner neuen Schule beginnt.

Aber Lorenz sorgt sich auch um die jüngeren Kinder. „Allein aus unserer Siedlung kommen im August sechs Kinder neu zur Schule.“ Beim Ortstermin können die beiden Verkehrssicherheitsberater der Polizei allerdings keine Hoffnungen auf einen Zebrastreifen machen. Die Peiner Straße wird stadtauswärts zur Tempo-30-Zone. „Dort gibt es grundsätzlich keine Zebrastreifen“, sagt Gerd Schöler. Er stellt allerdings fest, dass das Tempo-30-Piktogramm auf dem Straßenbelag schon reichlich verblasst ist. „Das sollte erneuert werden.“

Josephin Lorenz würde sich dennoch einen gesicherten Überweg wünschen. „Die Autos fahren 50 Stundenkilometer. Das ist die Realität.“ Hans-Peter Schütte, Verkehrssicherheitsberater der Polizei für Döhren-Wülfel, verspricht, dass die Polizei die Geschwindigkeit der Autos wieder kontrollieren will. Eine erste Messung habe vor einiger Zeit zwar keine Auffälligkeiten ergeben. „Wir werden das aber genau beobachten.“ Schütte will außerdem mit der Grundschule absprechen, dass die Eltern der Erstklässler auf die Schulwegpläne hingewiesen werden, die es für das Umfeld jeder Grundschule gibt. Dort sind Gefahrenpunkte und empfohlene Straßenquerungen eingezeichnet.

Schöler und Schütte sehen aber eine Möglichkeit, die Situation zu entschärfen. „Die Kinder sollten nicht direkt an der Kreuzung über die Straße gehen, wo aus mehreren Richtungen Autos kommen können“, rät Schöler. Ein paar Meter weiter stadtauswärts ist es einfacher, sicher über die Straße zu kommen.

Alles Wissenswerte rund um das Thema Schulwegsicherheit erfahren Kinder und Eltern beim großen HAZ-Fest „Aktion Sicherer Schulweg“ am 21. August von 11 bis 17 Uhr an der Parkbühne an der AWD-Hall.

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