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Stadt startet Aktionswoche zu Verbesserungen im Straßenverkehr

Mehr Sicherheit für Kinder Stadt startet Aktionswoche zu Verbesserungen im Straßenverkehr

Große Leuchtplakate mit gelben Händen weisen ab heute darauf hin: Die Stadt will mit ihrer neuen Kampagne „Gib mir Acht“ für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und besonders für Rücksicht auf Kinder werben.

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Auf sicheren Wegen durch den Verkehr

Typische Situation: Zwischen parkenden Autos sind Kinder schlecht zu sehen.

Quelle: dpa

Hannover. Freitag, 13. Mai, startet eine „Woche der Verkehrssicherheit“ mit zahlreichen Aktionen, die am 22. Mai mit dem vierten „Autofreien Sonntag“ ihren Abschluss findet.

Auslöser für die Kampagne war die bundesweite BASt-Studie von 2008, die Hannover im Großstadtvergleich für das Jahr 2005 die höchsten Kinderunfallzahlen im Straßenverkehr bescheinigte. Die Zahlen sind seitdem deutlich gesunken, die Stadt will mit ihren bisherigen Bemühungen jedoch nicht lockerlassen.

Im vergangenen Jahr waren 223 Kinder bis einschließlich 14 Jahren an Unfällen beteiligt (2005: 300 Kinderunfälle). 201 Kinder wurden dabei verletzt, von ihnen waren 63 auf dem Fahrrad unterwegs, 70 zu Fuß und 68 als Beifahrer im Auto. „Diese durchaus erhebliche Reduzierung bestätigt die Bemühungen. Es ist aber weiter ein Hauptziel der Polizei, Unfälle und ihre teils schlimmen Folgen zu verhindern“, sagte Polizeipräsident Uwe Binias gestern bei der Vorstellung der Aktionswoche. Die Polizei selbst hat zum Beispiel die Geschwindigkeitsüberwachung seit vergangenem Jahr verstärkt.

Die Stadt wird kommende Woche an 20 Stellen, an denen Unfälle mit Kindern geschehen sind, runde mobile Hinweis-stelen aufstellen – zum Beispiel am Moltkeplatz in der List, in der Kochstraße in Linden und der General-Wever-Straße (Bothfeld/Sahlkamp). Die transportablen Stelen können von Tag zu Tag an unterschiedlichen Orten aufgestellt werden. „Wir werden außerdem an wechselnden Stellen Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit aufmerksam machen“, sagte Stadtbaurat Uwe Bodemann. Bisher hatte die Stadt sich dafür vier elektronische Displays angeschafft, die beim Vorbeifahren das Tempo anzeigen. Die Pegler-Stiftung hat der Stadt jetzt sechs neue Geschwindigkeitsanzeigen gestiftet. Unterschiedliche Broschüren für Kinder und Erwachsene stellen die Kampagne „Gib mir Acht“ vor und geben informative Tipps zu Sicherheit im Straßenverkehr.

Das Thema Verkehrssicherheit sei eine Daueraufgabe, betonte Bodemann. „Es gibt viele Gründe für Unfälle und Orte, die immer wieder wechseln.“ Dennoch seien bestimmte Muster erkennbar: Kinder laufen zum Beispiel immer wieder zwischen parkenden Autos hervor. Oder Autos, die direkt an Straßenecken parkten, nehmen Kindern die Sicht. Deshalb hat die Stadt vergangenes Jahr für 400 000 Euro 20 Stellen baulich verändert – und will die Zahl an Umbauten in den kommenden fünf Jahren jeweils beibehalten. Poller an den Straßenecken verhindern dann das Parken. Oder der Bürgersteig wird an einer Stelle zwischen den Parkplätzen bis direkt an den Fahrbahnrand gezogen. Kinder können dort besser sehen und gesehen werden, bevor sie die Straße überqueren.

„Wir wollen auch das Bewusstsein von Kindern, Eltern und Lehrern schärfen“, sagte Bodemann. Der ADAC habe in einer Schule ein Pilotprojekt zur Verkehrserziehung begonnen. In der „Woche der Verkehrssicherheit“ gehen Stadt, Polizei, Verkehrswacht Hannover und ADAC mit zahlreichen Aktionen an Schulen.

HannoverHelm: Freitag stellen Stadt, Polizeidirektion Hannover, Region und die HAZ in der Langen Laube die Aktion „HannoverHelm“ vor. Der hochwertige Fahrradhelm ist an dem Tag für 29,95 Euro zu bekommen, in der Folge für 39,95 Euro.

Autofreier Sonntag: Die Innenstadt ist am 22. Mai zum vierten Mal frei von Autos. Es gibt Diskussionen, Spiele, Informationen, eine Radrundfahrt und zahlreiche Aktionen.

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