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Verkehrswacht Hannover zeigt Grundschülern, was ein „toter Winkel“ ist

Blick aus der Fahrerkabine Verkehrswacht Hannover zeigt Grundschülern, was ein „toter Winkel“ ist

Warum ist es eigentlich besonders gefährlich, einem Lkw im Straßenverkehr zu begegnen? „Das hat mit dem toten Winkel zu tun“, erfahren die Schüler der Klasse 4c der Grundschule Mengendamm von Günter Nolte und Ulli Drewitz, die für die Verkehrswacht Hannover den Unterricht besuchen.

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Die Sache mit dem „toten Winkel“: Ulli Dreiwitz erklärt Yasmin El Sayed, dass manche Lastwagenfahrer andere Verkehrsteilnehmer gar nicht sehen können.

Quelle: von Ditfurth

Hannover. „Der tote Winkel ist der Bereich, den ein Fahrer trotz Rück- und Seitenspiegel nicht sehen kann“, erklärt Nolte. Die Spiegel könnten nur einen Teil der Fläche rechts und links neben dem Fahrzeug zeigen – gefährlich für Kinder, die im toten Winkel stehen.

Die Verkehrswacht Hannover besucht regelmäßig Grundschulen, um Schüler über Gefahren im Straßenverkehr aufzuklären. Die HAZ berichtet als Teil ihrer „Aktion Sicherer Schulweg“ darüber, damit auch die rund 10.000 Erstklässler, die im August regionsweit eingeschult werden, künftig sicher zur Schule gelangen.

„Weil Lastkraftwagen besonders lang, breit und hoch sind, können ihre Fahrer besonders das schlecht sehen, was sich vor, neben und hinter dem Fahrzeug befindet“, erläutert Drewitz. Seit 2007 besteht daher für Neufahrzeuge ab 7,5 Tonnen die Pflicht, einen Zusatzspiegel oberhalb der Seitenspiegel zu montieren. Trotzdem sei alles, was direkt hinter dem Lkw liege, komplett verdeckt.

Im Anschluss demonstriert Drewitz das Ganze auf dem Schulhof mit einem 20 Tonnen schweren Fahrzeug vom Abfallwirtschaftsbetrieb aha, der das Projekt bereits seit vier Jahren unterstützt. Jeder Schüler darf einmal auf dem Fahrersitz Platz nehmen und schauen, wie viele Fahrräder er von dort aus sieht. „Ich kann ein Fahrrad vor dem Lkw sehen und zwei Fahrräder im rechten Seitenspiegel“, sagt Yasmin El Sayed, als sie aus dem 20-Tonner steigt. Auch Yasmins Mitschüler sehen drei Fahrräder – und sind sich ihrer Sache sicher. Doch als Drewitz die Viertklässler auf die rechte Lkw-Seite führt, da staunten sie nicht schlecht: Statt zwei können sie dort drei Fahrräder zählen. Und vor dem Lkw steht nicht nur ein Fahrrad, sondern direkt vor dem Kühler noch eine große Eisbär-Figur. Aber sowohl der Eisbär als auch das vierte Fahrrad befanden sich im „toten Winkel“ – und waren für den Fahrer nicht zu sehen.

Die Toter-Winkel-Aktion der Verkehrswacht und viele andere spielerische Verkehrsversuche gibt es beim großen Fest zur „Aktion Sicherer Schulweg“ am ersten Sonntag nach den Sommerferien, 21. August, ganztägig an der Parkbühne neben der AWD-Hall.

Lena Ende

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