Herr Weil, wie haben Sie die Expo in Schanghai erlebt?
Ich habe bei meinem Besuch die Expo sehr intensiv aufgenommen. Und als Hannoveraner zieht man natürlich immer wieder unbewusst Vergleiche. Und im Vergleich zu Hannover ist vor allem alles viel, viel größer. In Schanghai kommen zum Beispiel jeden Tag mindestens 400.000 Besucher auf ein Gelände, das viel größer als in Hannover ist. Qualitativ habe ich den Eindruck, dass Hannover im Vergleich zu Schanghai gut abschneidet, aber das ist natürlich parteiisch. Für mein Empfinden war die Expo in Hannover eher ein fröhliches Fest.
Und was hat der zweitägige Kongress gebracht, den die Stadt im Rahmen der Expo veranstaltet hat?
Wir haben genau die Zielgruppe erreicht, die wir uns erhofft hatten. Am ersten Tag sind viele Bürgermeister und Vizebürgermeister gekommen. Da ging es um Themen wie Verkehrsmanagement oder Wasserwirtschaft. Am zweiten Tag war das Publikum eher wirtschaftlich interessiert, da wurde unter anderem diskutiert, wie Städte von Messen profitieren können. Ich hatte den Eindruck, dass dieser Kongress mit vergleichsweise wenig finanziellen Mitteln genau zielgerichtet gewesen ist, um Hannover in China bekannter zu machen.
In der zweiten Hälfte ihrer Asien-Reise waren sie in Taiwan, was war der Zweck Ihres dortigen Besuchs?
Ich habe Unternehmen besucht, die seit Jahren als Aussteller intensive Kontakte zur Messe AG unterhalten. Und es war gut, dass der Oberbürgermeister von Hannover signalisiert hat, dass die Stadt die Beteiligung dieser Unternehmen an der Messe in Hannover zu schätzen weiß.
Was haben Sie für sich aus Taiwan mitgenommen?
Taiwan ist ein kleines, aber unglaublich dynamisches Land. Wenn man das sieht, bekommt man schon den Eindruck, dass wir in Europa uns ändern müssen, dass wir schneller sein müssen, dass wir dynamischer sein müssen.
Ein Beispiel bitte?
Der Bildungsminister hat mir von der Strategie seines Landes beim sogenannten e-Government berichtet, also der Steuerung vieler Systeme durch die moderne Technik. In Taiwan ist da breiter Konsens, da machen alle mit. Wir hier in Deutschland haben in dieser Hinsicht deutlichen Nachholbedarf.
Sie haben mit dem Bürgermeister von Changde eine Städtepartnerschaft vereinbart, wird es jetzt den Austausch von Schülergruppen geben?
Nein, das ist keine Partnerschaft, wie wir sie mit europäischen Städten wie Bristol oder Rouen pflegen. Ich habe mit dem Bürgermeister vereinbart, dass wir beiden schauen, in welchen Bereichen sich eine Zusammenarbeit vereinbaren lässt. Zum Beispiel könnten hannoversche Unternehmen aus dem Bereich der Umwelttechnik dabei helfen, Changde zu entwickeln.
Warum sind sie einmal pro Jahr in Asien unterwegs?
Viele Hannoversche Unternehmen sind exportorientiert, und viele setzen auf die stark wachsende asiatische Wirtschaft als Absatzmarkt. Als Bürgermeister ist man ein guter Türöffner für Geschäfte, weil jeder dort weiß, was ein Bürgermeister ist.
Und wie bekannt ist Hannover in Asien?
Für eine Stadt mit 500.000 Einwohnern ist Hannover überdurchschnittlich bekannt. Das liegt an der Popularität der Messe.
Interview: Mathias Klein
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Kommentare
Weil ??? wer ist das??? ich – 20.07.10
Was kann dieser Mann eigendlich außer jammern, Geld verschwenden und die Bürger mit seinem Ökotick verärgern.Er sollte sich ein Beispiel an Hamburg nehmen und zurücktreten, denn versagt hat dieser Mann auf ganzer Linie.
Clown-Power Hägar horribilis – 19.07.10
Na logo - in Hannover "wirken" ja auch die weltbekannten Clowns der deutschen Umwelt- und Verkehrspolitik!Bekannt als Franz – 19.07.10
langweiligste Stadt Deutschlands. Und das Kröpke Center wird nächstes Jahr unter Denkmalschutz gestellt. Und Lena kommt auch nicht mehr.Bravo!Speicherplatz? Linkmichel – 19.07.10
Also, wenn wir schon beim Thema sind: Manche Kommentare auf Online-Artikel sind ihren Speicherplatzbedarf erst recht nicht würdig !Und zum Inhalt: als anspruchsvoller Online-Leser will ich nicht nur immer etwas über Lena oder sonstige Boulevardthemen lesen. Es darf auch mal etwas anspruchsvoller sein.
jaja manne – 19.07.10
Und der Traum, der stirbt zuletzt.Oder war da der Wunsch der Vater des Gedankens....?
(Bitte solche inhaltslosen Interviews nur in die Printausgabe. In der Onlineausgabe sind sie eine Verschwendung von Speicherplatz.)