Erwin Jordan, Sozialdezernent der Region und Vorsitzender des Aufsichtsgremiums der Jobcenter, bestätigt die Personalie. „Ich bin mir sicher, dass Heidorn bis zum letzten Tag gute Arbeit leisten wird“, sagte er.
Sein Nachfolger übernimmt keine leichte Aufgabe. Von der Entspannung am Arbeitsmarkt hatten die Langzeitarbeitslosen, für die die Jobcenter zuständig sind, nur verhalten profitiert. Heidorn selbst, der seit 2005 im Amt war, lag wegen Personalfragen über Kreuz mit der Agentur für Arbeit in Hannover, mit der die Region die Jobcenter gemeinsam betreibt. Deren Chefin Marianne Gersdorf scheiterte zunächst mit einem Abwahlantrag gegen Heidorn im Aufsichtsgremium; später verklagte die Agentur den Geschäftsführer vor dem Sozialgericht. Das Verfahren läuft noch. Unabhängig davon hat sich der Bundesgesetzgeber nach wie vor nicht über die künftige Organisationsform der Jobcenter geeinigt. Dass das Personal aufgestockt werden muss, ist allerdings mittlerweile Konsens bei den Beteiligten.
Heidorn, dessen Bezüge nach Informationen der HAZ erst kürzlich angehoben worden sind, hatte die Unterstützung des Personalrates und der Mitarbeiter, aber das schwierige Verhältnis zur Agentur ließ sich nicht entkrampfen. Zu den Motiven des Wechsels wollte sich Heidorn gestern nicht äußern.
Der 43-jährige Jurist, der Mitglied bei den Grünen ist, war einst Mitarbeiter der Grünen-Fraktion im früheren Kreistag. Er wurde später persönlicher Referent Jordans und kümmerte sich vor allem um das Regionsklinikum. Seine Frau Nicole ist Büroleiterin von Regionspräsident Hauke Jagau. Im Umweltbereich, an dessen Spitze Meyer aus Altersgründen aufhört, wird er ein gänzlich anderes Themenfeld bearbeiten als zuletzt. Unter anderem gehören die Altlastenproblematik in der Region und der umstrittene Transport der Asbesthalde von Luthe nach Lahe zu Heidorns neuen Aufgaben.
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