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Widerstand vom ersten Tag an

Widerstand vom ersten Tag an

Im Oktober 2007 gibt der Pharma-Konzern Boehringer bekannt, dass neben der TiHo ein Forschungslabor für rund 40 Millionen Euro entstehen soll. Als deutlich wird, dass zu der Anlage ein Stall für bis zu 1000 Schweine gehört, formiert sich Widerstand.

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Quelle: Meding

Im März 2008 gründen rund 120 Interessierte die „Bürgerinitiative gegen Massentierversuche in Wohngebieten“. Parallel dazu wird bekannt, dass rund 40 Kleingärten dem Projekt zum Opfer fallen werden. Auch die Jakobi-Kirchengemeinde muss Kritik einstecken, weil sie ebenfalls eine Fläche an Boehringer verkaufen will.

Einen Monat später informiert Boehringer auf einer Bürgerversammlung über Einzelheiten - die Stimmung ist explosiv. Im Oktober überreicht die Bürgerinitiative der Stadt mehr als 1300 schriftliche Einwände gegen die Ansiedlung.

Im Sommer daruf nimmt die Konfrontation um Boehringer an Schärfe zu: 30 junge Tierschützer besetzen das geplante Baugelände, zunächst mit Sympathie zahlreicher Kirchröder Nachbarn. Die radikalsten Gegner beschmierten das Haus von Stephan Weil mit Parolen – ein einzigartiger Vorgang in der Stadtgeschichte – und stehen im Verdacht, Brandanschläge begangen zu haben.

Trotz allem Widerstand: Die Politiker im Stadtrat sehen die Ansiedlung als Chance für den Forschungsstandort Hannover und stimmen schließlich im September 2009 mit großer Mehrheit für das Projekt.

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