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Boehringer: Streit um ein Tierlabor Widerstand vom ersten Tag an
Hannover Themen Boehringer: Streit um ein Tierlabor Widerstand vom ersten Tag an
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13:29 02.12.2009
Quelle: Meding
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Im März 2008 gründen rund 120 Interessierte die „Bürgerinitiative gegen Massentierversuche in Wohngebieten“. Parallel dazu wird bekannt, dass rund 40 Kleingärten dem Projekt zum Opfer fallen werden. Auch die Jakobi-Kirchengemeinde muss Kritik einstecken, weil sie ebenfalls eine Fläche an Boehringer verkaufen will.

Einen Monat später informiert Boehringer auf einer Bürgerversammlung über Einzelheiten - die Stimmung ist explosiv. Im Oktober überreicht die Bürgerinitiative der Stadt mehr als 1300 schriftliche Einwände gegen die Ansiedlung.

Im Sommer daruf nimmt die Konfrontation um Boehringer an Schärfe zu: 30 junge Tierschützer besetzen das geplante Baugelände, zunächst mit Sympathie zahlreicher Kirchröder Nachbarn. Die radikalsten Gegner beschmierten das Haus von Stephan Weil mit Parolen – ein einzigartiger Vorgang in der Stadtgeschichte – und stehen im Verdacht, Brandanschläge begangen zu haben.

Trotz allem Widerstand: Die Politiker im Stadtrat sehen die Ansiedlung als Chance für den Forschungsstandort Hannover und stimmen schließlich im September 2009 mit großer Mehrheit für das Projekt.

Die Polizei hat am Mittwochmorgen das von Tierschutzaktivisten besetzte Boehringer-Gelände in Bemerode geräumt. Etwa 500 Beamten hatten das Gelände gegen 5.30 Uhr von allen Seiten umstellt, die Bemeroder Straße wurde komplett gesperrt.

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Der Protest gegen ein geplantes Tierimpfstoffzentrum der Firma Boehringer-Ingelheim in Hannover wächst. Demonstranten haben das Grundstück in einem Wohngebiet besetzt und wollen dort auf unbestimmte Zeit bleiben.

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Die Besetzer des Boehringer-Geländes treffen offenbar Vorkehrungen, um eine Räumung des Grundstücks zu erschweren.

Juliane Kaune
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