Kaum ein Thema bewegt Hannover so sehr wie die D-Linie. Seit Jahren diskutieren Politik, Verkehrsplaner und Üstra über den Ausbau der Stadtbahnlinien 10 und 17. Hier finden Sie aktuelle Informationen und Hintergrundberichte.
Eine Visualisierung soll es zeigen: Der Verein Pro-D-Tunnel lehnt ebenso wie etwa der innerstädtische Einzelhandel und die meisten Oppositionsfraktionen in Rat und Regionsversammlung die Pläne zur D-Linie ab, weil sie immense Behinderungen vor allem für den Autoverkehr fürchten.
Mit rot-grüner Mehrheit und gegen die Opposition stimmen die Fachpolitiker des Rates für einen oberirdischen Ausbau der D-Linie. Bedenken haben die Händler – und die Üstra.
Die SPD im Bezirksrat Mitte schert erneut aus der Parteidisziplin aus und stellt sich bei wichtigen stadtpolitischen Entscheidungen quer. So enthielten sich die Genossen im Bezirksrat am Montagabend der Stimme, als über den Ausbau der
D-Linie bis zum Raschplatz abgestimmt wurde.
Der Versammlungsort ist passenderweise direkt neben dem Stein des Anstoßes. Zum wiederholten Mal haben die Gegner der oberirdischen D-Linie zur Gemeinschaftskundgebung aufgerufen - und zwar am Bahnhof direkt neben den umstrittenen Gleisen der Linien 10 und 17.
Seit Jahren streitet Hannover über den Ausbau der D-Linie. Jetzt ist ein Ende in Sicht. Warum überhaupt gebaut werden soll, warum die D-Linie heißt, wie sie heißt und was sich ändert, hat HAZ-Redakteur Bernd Haase zusammengetragen.
Die Region hat sich festgelegt: Die D-Linie soll zukünftig oberirdisch bis zum Raschplatz fahren. Das entschied die Regionsversammlung mit rot-grüner Mehrheit. Am Vormittag hatte bereit der Verkehrsausschuss der Region Hannover gegen heftige Kritik aller Gegner die oberirdische D-Linien-Strecke beschlossen.
Bei der Entscheidung über die D-Linie gerät der Zeitplan durcheinander. Die eigentlich für den März geplante Zustimmung des Rates der Landeshauptstadt ist auf den 25. April verschoben. Das ist mehr als einen Monat später als in der bisherigen Planung vorgesehen.
Der Ausbau der Stadtbahnstrecke D wird das Gesicht der Innenstadt verändern. Bisher richtete sich die Aufmerksamkeit von Kommunalpolitikern und City-Händlern vor allem auf die Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße/Ernst-August-Platz. Dort sollen die Züge der Linie 10 nicht mehr bis zum Aegidientorplatz fahren, sondern in die Unterführung neben dem Hauptbahnhof abbiegen und bis zum Raschplatz rollen.