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Zwei Varianten in einer

D-Linie: SPD schlägt Kompromiss vor

Von Andreas Schinkel

Die SPD in Stadt und Region bietet im Konflikt um die Zukunft der D-Linie einen Kompromiss an. In einer mehrstündigen abendlichen Sitzung hat sich die Parteispitze am Montag zusammen mit den Mitgliedern von Rats- und Regionsfraktion auf eine „gemeinsame Tendenz“ geeinigt.
Foto: Die SPD in Stadt und Region bietet im Konflikt um die Zukunft der D-Linie einen Kompromiss an.

Die SPD in Stadt und Region bietet im Konflikt um die Zukunft der D-Linie einen Kompromiss an.

© Thomas

Hannover. „Jetzt werden wir zusammen mit den Grünen eine einvernehmliche Lösung suchen“, sagte SPD-Regionschef Matthias Miersch. Die vereinbarte Haltung sei aber kein Beschluss der Partei, betonte Miersch.

Der Kompromiss führt zwei Varianten für die D-Linie zusammen, die zuletzt unvereinbar schienen. Zum einen sollen die Züge der Linien 10 und 17 oberirdisch nicht wie bisher zum Aegidientorplatz rollen, sondern auf einem noch zu bauenden Abschnitt bis zum Raschplatz fahren. Damit schlägt sich die SPD auf die Seite von Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz, der vehement für einen Ausbau der Gleise bis zum Raschplatz gekämpft hatte. Franz sah darin die kostengünstigste Lösung.

Zum anderen will die SPD auch den sogenannten Scheelhaase-Vorschlag umsetzen, benannt nach dem ehemaligen U-Bahn-Planer Klaus Scheelhaase. Demnach soll jede zweite Bahn der Linie 10 ab Goethekreisel in den bestehenden Tunnel Richtung Hauptbahnhof fahren. Damit kommen die Sozialdemokraten auch der Üstra entgegen, die sich in einem Gutachten für die Scheelhaase-Variante stark gemacht und zudem errechnet hatte, dass die Tunnelkapazitäten für weitere Züge ausreichen. Jedoch plädiert die Üstra dafür, die oberirdischen Züge weiterhin bis zum Aegi rollen zu lassen. Diesem Wunsch folgt die SPD nicht.

Durch die Mischlösung ergäben sich mehrere Vor- und Nachteile. Die Grünen dürften geneigt sein, ihr Plazet zu geben, weil sie fordern, die D-Linie mindestens bis zum Raschplatz auszubauen, um dort die Umsteigemöglichkeiten zu verbessern. Auch käme man jetzt um den Bau eines Hochbahnsteigs vor dem Hauptbahnhof herum, der die gesamte Debatte um die D-Linie erst entfacht hatte.

Von Nachteil wäre, dass die ohnehin stark frequentierte Kreuzung vor der Ernst-August-Galerie noch mehr belastet würde. Führen die Züge bis zum Raschplatz, müssten sie die Kreuzung in einer engen Kurve überqueren, um in die Unterführung neben dem Hauptbahnhof einzubiegen. In der SPD wird jetzt diskutiert, wie der Knotenpunkt durch eine verbesserte Ampelschaltung zu entschärfen ist.

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