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D-Linie: Wirtschaftsverbände fordern Entscheidungsaufschub

Ungeklärte Fragen D-Linie: Wirtschaftsverbände fordern Entscheidungsaufschub

Bei der Entscheidung über die D-Linie gerät der Zeitplan durcheinander. Die eigentlich für den März geplante Zustimmung des Rates der Landeshauptstadt ist auf den 25. April verschoben. Das ist mehr als einen Monat später als in der bisherigen Planung vorgesehen.

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Weiterhin keine Entscheidung: Die neue D-Linie bleibt in Hannover umstritten.

Quelle: Steiner

Hannover. Grund ist eine von der CDU beantragte Anhörung im Bauausschuss, die erst in der Sitzung Anfang April stattfindet. SPD-Verkehrsexperte Thomas Hermann hat allerdings erhebliche Zweifel, ob eine Anhörung oder weitere Gutachten neue Erkenntnisse bringen. Zwar gebe es in einigen Punkten noch „Optimierungsbedarf“, meinte er. Das sei dann aber Sache der Regionsverwaltung im Förderantrag.

„Das Konzept ist nicht der ganz große Wurf. Sorgen macht uns die 
Kurt-Schumacher-Straße, wo die Bahn im Stau stecken bleiben könnte.“ – André Neiß, Vorstandsvorsitzender Üstra

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Unterdessen haben am Mittwoch die Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, der City-Gemeinschaft und des Handelsverbandes die Mitglieder der Regionsversammlung aufgefordert, einen Beschluss über die Stadtbahnstrecke aufzuschieben. „Aus unserer Sicht ist eine Vielzahl von Fragen nicht abschließend geklärt“, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben. Vor allem die einseitige Sperrung der Bahnunterführung werde „zu erheblichen Schwierigkeiten im Verkehrsablauf führen“ und sei aus Sicht der Wirtschaft unvertretbar. „Es mutet seltsam an, dass keine echten Alternativen eines möglichen Endpunktes überprüft wurden.“ Ein Beschluss zur Linienführung sei noch nicht entscheidungsreif, meinen die Wirtschaftsverbände.

SPD und Grüne in der Regionsversammlung lehnen allerdings eine weitere Verzögerung ab. „Seit dem Jahr 2007 haben wir alles hoch und runter diskutiert“, sagt die Verkehrsexpertin der Grünen, Maike Schümer. Es gebe keine ungeklärten Fragen. „Wir müssen das jetzt verabschieden, um in diesem Jahr noch die Finanzierung beantragen zu können“, sagt Detlef Herzig von der SPD. Die Sorge der Verbände, die Stadt sei künftig nicht mehr mit dem Auto erreichbar, sei unbegründet, meint er. In Hannover kämen 70 Prozent der Kunden der Innenstadtgeschäfte mit Bussen und Bahnen.

Jetzt liegt er also auf dem Tisch, der Entwurf für den Ausbau der D-Linie. Das sagen die Hannoveraner dazu.

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Geplant ist die Abstimmung in der Regionsversammlung am kommenden Dienstag, die um 14 Uhr beginnt. Drei Stunden früher tritt der Verkehrsausschuss zum gleichen Thema zusammen.

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Kritik an der Region
Foto: Der Ausbau der D-Linie wird das Gesicht der Innenstadt verändern.

Der Ausbau der Stadtbahnstrecke D wird das Gesicht der Innenstadt verändern. Bisher richtete sich die Aufmerksamkeit von Kommunalpolitikern und City-Händlern vor allem auf die Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße/Ernst-August-Platz. Dort sollen die Züge der Linie 10 nicht mehr bis zum Aegidientorplatz fahren, sondern in die Unterführung neben dem Hauptbahnhof abbiegen und bis zum Raschplatz rollen.

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