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Geballte Kritik an den Plänen zur D-Linie
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Politischer Widerstand Geballte Kritik an den Plänen zur D-Linie

Die Regionsverwaltung will nach Informationen der HAZ trotz des politischen Widerstands an den Plänen festhalten, die oberirdische Stadtbahnlinie10 („D-Linie“) durch die Innenstadt zum Platz der Kaufleute zu führen.

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Quelle: Archivfoto

Hannover. Zu einer offiziellen Stellungnahme war Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz allerdings am Freitag nicht zu erreichen.

Politiker von SPD und Grünen haben sich mittlerweile von dem 62-Millionen-Euro-Projekt distanziert; der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Regionsfraktion, Karl-Heinz Mönkeberg, hat dies auch offen gesagt. Die Kritiker befürchten vor allem, dass durch den Stadtbahnbau Verkehrsprobleme in der Innenstadt entstehen, die nicht in den Griff zu bekommen sind. Außerdem bezweifeln sie, dass das Land einen Abriss der Hochstraße am Raschplatz finanziell fördert. Mönkeberg hatte als Alternative die sogenannte Scheelhaase-Lösung genannt, bei der ein Teil der Bahnen aus Richtung Westen auf vorhandenen Tunnelstrecken in die City fährt. Die Regionsverwaltung hält davon angeblich nicht viel.

Setzen sich, wie derzeit absehbar, die Skeptiker im rot-grünen Lager durch, gibt es für die Pläne der Region keine Mehrheit mehr. Die anderen Parteien lehnen sie ohnehin ab. CDU-Regionsfraktionschef Eberhard Wicke hält der SPD Parteiideologie vor. Der Grund: Die Christdemokraten hatten noch am Dienstag in der Regionsversammlung beantragt, die Scheelhaase-Lösung zu verwirklichen, war damit aber an der rot-grünen Mehrheit gescheitert. „Es ist schon köstlich, dass der Verkehrsexperte der SPD erst unseren Antrag ablehnt und ein paar Tage später dann das fordert, was wir wollen“, frohlockt Wicke.

Sein Parteikollege, der hannoversche Ratsherr Felix Blaschzyk, erklärt, die Realität gebe den Kritikern an den Regionsplänen recht. FDP-Regionspolitiker Bernhard Klockow bezeichnete diese als vermurkst und warb ebenfalls für die Scheelhaase-Vorschläge. Die Initiative Pro-D-Tunnel sieht darin eine vernünftige Übergangslösung, hofft aber langfristig weiter auf einen eigenen Tunnel für die Linie 10. Und schließlich hat sich auch der Seniorenbeirat der Stadt Hannover in die Phalanx der Kritiker eingereiht. „Wir fordern eine erneute Planung mit transparenten Zielvorgaben und nachvollziehbaren Entscheidungskriterien“, sagt die Vorsitzende Monika Stadtmüller.

Wie es nun weitergeht, ist noch offen. Im Verkehrsausschuss der Region soll das Thema am 27. November diskutiert werden. Abstimmen aber sollen die Politiker dann noch nicht.

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