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Zeitplan für Bau der D-Linie steht

Neuer Name gesucht Zeitplan für Bau der D-Linie steht

Teile der Innenstadt werden von Mitte 2014 bis Anfang 2018 zur Dauerbaustelle. Das sieht der Zeitplan für den behindertengerechten Ausbau der oberirdischen Stadtbahnlinie zwischen Glocksee und Raschplatz vor, den die Region Hannover und die für die technischen Anlagen der Üstra zuständige Infrastrukturgesellschaft (Infra) jetzt vorgelegt haben.

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Das neue Gesicht der Kurt-Schumacher-Straße: Nach dem Ende der Bauarbeiten soll die Straße auch durch die verlegten Haltestellen großzügiger und einladender wirken.

Quelle: üstra

Hannover. Die Arbeiten sind in fünf Abschnitte unterteilt. Sie beginnen mit dem Bereich zwischen Herschelstraße und Steintor und enden dreieinhalb Jahre später mit dem Rückbau der derzeitigen Haltestelle am Steintor.

Das gesamte Bauprojekt kostet zwischen 40 und 50 Millionen Euro; eine genaue Summe nannte Infra-Geschäftsführer Stefan Harcke gestern nicht. Für den Bau braucht die Region Zuschüsse des Landes. Sie geht aber davon aus, dass diese fließen werden. Harcke kündigte an, dass für die fünf Abschnitte bis Mai 2014 jeweils einzelne Förderanträge gestellt werden. Gleichzeitig laufen die erforderlichen Planfeststellungsverfahren, bei denen auch die Anlieger gehört werden und Einwände vorbringen können. Die ersten Bewilligungsbescheide erwartet die Infra Ende 2015. „Der gesamte Zeitplan ist ambitioniert“, sagt Harcke.

Mit dem Abschnitt vor der Ernst-August-Galerie in der Kurt-Schumacher-Straße kann die Infra schon im kommenden Jahr beginnen, weil dieser als Grunderneuerung gilt – die Gleise müssten ohnehin ausgetauscht werden. Dafür ist kein Planfeststellungsverfahren notwendig; andererseits muss die Infra die Kosten in diesem Bereich komplett aus eigener Tasche zahlen.

Der Streckenausbau beinhaltet den Bau von Hochbahnsteigen unter anderem am Raschplatz, vor der Ernst-August-Galerie und am Steintor, außerdem wird der Straßenraum neu gestaltet. Wird der Zeitplan eingehalten, können ab Ende 2016 erstmals auch die modernen Silberpfeile der Üstra auf der Strecke fahren. Damit Einwohner aus Linden und Limmer die Vorzüge des barrierefreien Ausbaus möglichst schnell genießen können, will die Region bis zu diesem Zeitpunkt auch einen Hochbahnsteig am Küchengarten in Linden fertiggestellt haben. Von Ende 2017 an sollen dann keine Bahnen mehr über den Ernst-August-Platz Richtung Aegi fahren. Der Streckenabschnitt, der unter anderem am Schauspielhaus vorbeiführt, wird dann stillgelegt.

Das neue Gesicht der Kurt-Schmacher-Straße

Quelle:

Das gesamte Bauvorhaben war Zielpunkt heftiger Kritik, wobei der Einzelhandel stehts an vorderster Front stand. „Wir sind mit dem Gesamtprojekt nach wie vor nicht glücklich, akzeptieren aber politische Beschlüsse“, sagt Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft. Die Kaufleute würden den weiteren Planungsprozess konstruktiv, aber auch kritisch begleiten. Zum Beispiel sei man mit den bisherigen Planungen für die Kreuzung Herschelstraße/Kurt-Schumacher-Straße nicht zufrieden. „Es werden Einwände kommen, möglicherweise hinterher auch Klagen“, sagt Prenzler.

Zu den Anliegern zählen Größen wie der Metro-Konzern mit seiner Marke Saturn, die ECE-Gesellschaft mit der Ernst-August-Galerie und die Hannoversche Volksbank.

Gesucht: Neuer Name für D-Linie

Die oberirdische Strecke für die Stadtbahnlinien 10 und 17 heißt seit Beginn des Stadtbahnbaus D-Linie. Weil der Begriff bürokratisch klingt und wegen der endlosen Streitereien um den Ausbau kein gutes Image hat, soll jetzt ein neuer Name her. Überhaupt bekommt das Projekt eine Politur: „Wir werden ein Kommunikationskonzept erstellen und damit eine Agentur beauftragen“, kündigte Elke van Zadel, Fachbereichsleiterin Verkehr der Region, gestern im zuständigen Ausschuss der Regionsversammlung an. Damit die Hannoveraner ihre Stadtbahnlinie schätzen lernen, wird nicht nur ein Name gesucht. Mit Baubeginn soll ein Logo her, außerdem bekommt sie einen eigenen Internetauftritt.

Überhaupt versprechen van Zadel und Harcke Transparenz und Offenheit. Während der Bauarbeiten gibt es Info-Container mit Ansprechpartnern an der Baustelle und ein Beschwerdemanagement. Die erste Anliegerversammlung für die D-Linie (noch heißt sie so) ist am 17. Juni geplant.

Wie soll die D-Linie Ihrer Meinung nach künftig heißen? Schicken Sie uns Ihre Vorschläge mit dem Betreff „D-Linie“ an: online@haz.de

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