Am Lister De-Haën-Platz haben Experten auf 45 Grundstücken Schwermetalle sowie eine erhöhte radioaktive Belastung entdeckt. Die Region Hannover will die Flächen jetzt sanieren, doch es droht Streit mit den Eigentümern um die Kostenbeteiligung. Alles zum Thema.
Die Stadt Hannover führt für den Härtefallfonds am Lister De-Haën-Platz neue Regeln ein. Offenbar waren die Verdienstgrenzen zum Beantragen von Zuschüssen zu hoch angesetzt. Jetzt werden sie gelockert.
Im Ringen um eine Einigung im Altlastenfall am Lister De-Haën-Platz in Hannover stehen die Zeichen offenbar auf Konfrontation zwischen der Bürgerinitiative (BI) „Gegen Altlasten in der List“ auf der einen und Stadt und Region Hannover auf der anderen Seite.
Der Umgang der Verwaltung mit Akten zum Thema Altlasten am Lister De-Haën-Platz trägt der Region harsche Kritik der Opposition ein. Im Umweltausschuss am Dienstag hatte die Region auf Anfrage der Linken einräumen müssen, keine Vermerke über Gespräche im Zusammenhang mit einem brisanten Gutachten gemacht zu haben.
Die Opposition in der Regionsversammlung fordert Aufklärung im Altlastenfall rund um den Lister De-Haën-Platz in Hannover. Die Staatsanwaltschaft Hannover beschäftigt sich derweil mit der Frage, ob es im Umgang mit der Lister Altlast zu Versäumnissen gekommen ist.
Für den Altlastenfall am Lister De-Haën-Platz interessiert sich jetzt auch die Staatsanwaltschaft Hannover. Nach Angaben von Staatsanwältin Kathrin Söfker prüft die Behörde, ob es einen Anfangsverdacht gibt, der Ermittlungen in der Sache rechtfertigt.
Das Schwarze-Peter-Spiel: Die Betroffenen der Lister Altlasten am am De-Haën-Platz in Hannover nehmen nicht hin, dass niemand schuld sein soll an dem Desaster.
In der Debatte um die Sanierungskosten am verstrahlten De-Haën-Platz schlägt der finanzpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ralf Borchers, jetzt vor, die Sanierungskosten für Eigentümer einer Wohnung auf 10 000 Euro zu deckeln. „Das würde den Eigentümern helfen, deren Haus besonders hoch belastet ist“, sagt Borchers.
Auch zwei Jahre nach Entdeckung der radiologischen und chemischen Altlast in der List finden die von der Region beauftragten Experten noch neue Strahlenbelastungen. Die Stadt Hannover wusste bereits seit 25 Jahren von der Belastung.