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Beseitigung des Strahlenmülls gefordert

26. August 2009 Beseitigung des Strahlenmülls gefordert

In der Diskussion um die Strahlenbelastung am Lister De-Haën-Platz hat sich die Bürgerinitiative gegen Strahlenmüll in der List eindeutig für die Beseitigung der Altlast ausgesprochen. Kompromisslösungen wie die Ableitung giftiger Gase etwa über eine Dränage lehnt sie ab.

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Die Bürgerinitiative in der List gibt sich mit der Ableitung giftiger Gase nicht zufrieden.

Quelle: Rainer Surrey

„Eine solche Lösung kommt für uns nicht infrage“, sagte Initiativensprecherin Barbara Schlecht am Montagabend in einer Sitzung des Bezirksrates Vahrenwald-List. Man wolle, dass das strahlende Material endgültig verschwinde und nicht, „dass da Tausende von Jahren eine Pumpe läuft, die das Gas an uns vorbeileitet“. Billiglösungen seien mit den Anwohnern rund um den Platz nicht zu machen, sagte Schlecht. „Wir wollen dort wieder so leben wie vorher.“

Anlass war ein Sachstandsbericht der Region an die Mitglieder des Bezirksrates, in dessen Zuge die Regionssachverständige Petra Günther die verschiedenen Varianten einer Sofortsanierung des von hohen Radonwerten betroffenen Hauses in der Fraunhoferstraße vorgestellt hatte. Die vorgezogene Sanierung soll der Tatsache Rechnung tragen, dass in diesem Haus die Grenzwerte für das krebserregende Gas nicht nur im Keller, sondern auch in zwei Erdgeschosswohnungen überschritten sind. Dabei stellt die Möglichkeit einer Gasdränage, über die das Radon aus dem Boden über Rohre abgeleitet und über dem Haus abgelassen werden könnte, nur eine von drei Alternativen dar.

Favorisiert wird aufseiten der Region jedoch offenbar ohnehin eine andere Variante. Sie sieht vor, den belasteten Boden bis zur Kellersohle auszuheben und die Kellerwand abzudichten. Diese Möglichkeit sei gängig, langfristig wirksam und wirtschaftlich, sagte Günther.

Noch ist nicht sicher, dass nur ein Haus rund um den De-Haën-Platz von Radonbelastung in den Innenräumen betroffen ist. Die Tests der Region in weiteren Häusern sind gerade abgeschlossen. Die Ergebnisse der Auswertungen werden im September erwartet.

Unterdessen ist weiter unklar, wer die Sanierungen wird bezahlen müssen. Das Gerichtsverfahren darum zwischen der Region Hannover und dem Seelzer Chemieunternehmen Honeywell ist für November terminiert. Umweltdezernent Axel Priebs sagte am Montag, er erwarte ein spannendes Verfahren: „Das wird kein Selbstläufer.“

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