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Bürgerinitiative stellt sich im Fall De Haën quer

Streit um Altlasten Bürgerinitiative stellt sich im Fall De Haën quer

Wer kommt für die Altlastensanierung am De-Haën-Platz in der List auf? Die Grundstückseigentümer nicht, ist die Bürgerinitiatve überzeugt – und rät von einem Vertrag mit der Region Hannover ab.

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Die Bürgerinitiative rät Eigentümern am De-Haën-Platz von einem Vertrag mit der Stadt ab.

Quelle: Uwe Dillenberg

List. Die Bürgerinitiative (BI) „Gegen Altlasten in der List“ empfiehlt den von der radioaktiven Altlast betroffenen Eigentümern am De-Haën-Platz, die sogenannten Sanierungsverträge mit der Region Hannover nicht zu unterschreiben. Das ist das Ergebnis einer rechtlichen Prüfung der Sachlage, die die BI bei Fachanwälten in Auftrag gegeben hatte. Diese Prüfung habe ergeben, dass die Region Hannover bisher nicht ausreichend geprüft habe, ob jemand anders als die Eigentümer rechtlich für die Kostenübernahme der Sanierung verantwortlich gemacht werden könne. So hätte die Region beispielsweise eingehender prüfen müssen, ob die Landeshauptstadt für die Begleichung der Kosten herangezogen werden könne, meint die BI. Die Bürgerinitiative vermutet, die Region habe bewusst erreichen wollen, dass ihre eigenen Gutachter eine Verantwortung der Stadt verneinen.

Der Streit, ob die Stadt oder die Region innerhalb der vergangenen mehr als acht Jahrzehnte entscheidende Fehler gemacht haben, zieht sich seit Monaten durch die Debatte rund um die Lister Altlast. Die Region beharrt auf dem Standpunkt, dass an der Kostenübernahme durch die heutigen Eigentümer kein Weg vorbei führt.

Derzeit bekommen die Eigentümer die individuellen Kostenkalkulationen ins Haus, auf deren Basis sie entscheiden sollen, ob sie sich am Sanierungsprogramm der Region beteiligen wollen oder nicht. Die Region hat vor, eine Sanierung durchzuführen, die über die gesetzlich vorgeschriebenen Standards hinausgeht. Nur dann wollen Region und Stadt den Eigentümern mit rund einem Viertel der Kosten unter die Arme greifen. Daraus ergibt sich allerdings, dass die Kosten für die Sanierung trotz des Zuschusses mitunter höher sind als sie nach gesetzlichem Mindeststandard wären. Die Eigentümer eines Hauses in der Hertzstraße haben ausgerechnet, dass sie mit der gesetzlich verordneten Minimallösung Kosten von 68.000 Euro tragen müssten. Die Region aber hat der Hausgemeinschaft nun eine Kalkulation über 103.000 Euro zugeschickt.

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