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Deponie für Altlast gefunden

12. Mai 2009 Deponie für Altlast gefunden

Die Odyssee des bereits ausgebaggerten Strahlenmülls vom Lister De-Haën-Platz hat aller Voraussicht nach noch vor der Sommerpause ein Ende.

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Für den Strahlenmüll aus dem De-Häen-Platz wurde eine Deponie gefunden.

Quelle: Nancy Heusel

Die Odyssee des bereits ausgebaggerten Strahlenmülls vom Lister De-Haën-Platz hat aller Voraussicht nach noch vor der Sommerpause ein Ende. Nachdem unter anderem der Abtransport nach Köln und Leverkusen am Widerstand der dortigen Politik gescheitert war, hat die Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall (NGS) nun endlich eine Deponie für die Altlast gefunden. Sie soll die rund 50 Tonnen verunreinigtes Erdreich sowie zukünftig anfallendes Material aus der List abnehmen. Derzeit wartet die NGS noch darauf, dass das hannoversche Gewerbeaufsichtsamt die Prüfung abschließt und die Freigabe für den Transport erteilt. Erst dann will sie bekannt geben, wohin die Reise der fünf Container gehen soll.

Im Februar hatte die Stadt begonnen, die betroffenen öffentlichen Bereiche rund um den De-Haën-Platz auszubaggern, darunter einen Spielplatz. Zunächst brachte sie die fünf Behälter auf den städtischen Werkhof in Bothfeld – dort aber hätten die Container offenbar gar nicht lagern dürfen. Daraufhin ließ das Umweltdezernat das strittige Material Anfang März mit dem Verweis auf „rechtliche Gründe“ ins Zwischenlager für Sonderabfälle der Stadtentwässerung in Isernhagen-Süd bringen.

Bereits vor Beginn der Arbeiten am De-Haën-Platz hatte die Stadt Probleme gehabt, einen Abnehmer für das radiologisch belastete Material zu finden. Erst lehnten Deponien in Helmstedt und Leverkusen es in letzter Minute ab, den Müll aus Hannover anzunehmen, dann machte der Entsorger Remondis für seine Deponie in Köln-Hürth trotz anfänglicher Zusage einen Rückzieher. Hannovers Umweltdezernent Hans Mönninghoff brachte das den Vorwurf ein, zu früh öffentlich über den Verbleib der Altlast gesprochen zu haben. Um Ärger dieser Art zu vermeiden, will NGS-Chef Jochen Schulze-Rickmann den neuen Standort des Lister Strahlenmülls erst bekanntgeben, wenn das Verfahren abgeschlossen ist. Das, schätzen Experten, könnte in drei bis sechs Wochen der Fall sein.

Ende April hat die Region Hannover mit der Sanierung der ersten von 44 belasteten Grundstücken rund um den Platz begonnen. Zur Kasse bitten will Umweltdezernent Axel Priebs dafür das Seelzer Chemieunternehmen Honeywell. Die Region sieht die Seelzer als Rechtsvorgänger der für die Belastung verantwortlichen Firma Riedel-de Haën in der Verantwortung, Honeywell weist das zurück. Der Streit muss jetzt vor dem Verwaltungsgericht entschieden werden.

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