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Fall de Haën: Bürgerinitiative aus Hannover geht in Offensive

List Fall de Haën: Bürgerinitiative aus Hannover geht in Offensive

Im Ringen um eine Einigung im Altlastenfall am Lister De-Haën-Platz in Hannover stehen die Zeichen offenbar auf Konfrontation zwischen der Bürgerinitiative (BI) „Gegen Altlasten in der List“ auf der einen und Stadt und Region Hannover auf der anderen Seite.

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Lister De-Haën-Platz.

Quelle: Uwe Dillenberg

In einer ausführlichen Presseerklärung wirft die BI beiden Verwaltungen schwere Versäumnisse beim Schutz der Anwohner vor und fordert ein größeres finanzielles Engagement der öffentlichen Hand bei der Beseitigung der chemischen und radiologischen Altlast.

Erneut kritisiert die Bürgerinitiative unter anderem die Untätigkeit der Region, die aufgrund einer sogenannten historischen Recherche seit 2003 von Verdachtsmomenten für eine strahlende Altlast in der List gewusst habe. Ebenso beziehen die Anwohner die Stadtverwaltung in ihre Kritik ein. Diese hätte spätestens nach Inkrafttreten des Bundesbodenschutzgesetzes im Jahr 1999 Untersuchungen in der List vornehmen sollen, meint die BI. Schließlich sei seit Jahrzehnten bekannt gewesen, dass die ehemalige Chemiefabrik Riedel-de Haën Altlasten hinterlassen haben musste.

Pikant ist die neue Offensive der BI auch deswegen, weil die Anwohner eigentlich in Kürze Sanierungsvereinbarungen mit der Region unterschreiben sollen. Diese regeln die Leistung der Sanierungsarbeiten durch die Region und deren Finanzierung zu rund drei Vierteln durch die Anwohner. Die überlegen derzeit, ob sie die Verträge unterschreiben oder stattdessen gegen Stadt oder Region klagen sollen.

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