Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Fall De Haën Honeywell will nicht zahlen
Hannover Themen Der Fall De Haën Honeywell will nicht zahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:53 27.07.2009
Quelle: Frank Wilde
Anzeige

Unternehmenssprecherin Sabine Chmielewski sagte, dass man dies auch in einem Gespräch mit der Region
dargelegt habe. “Wir sind schon ziemlich überrascht", sagte dagegen Regionsumweltdezernent Axel Priebs. Bisher sei man davon ausgegangen, dass Honeywells Rechtsnachfolge "naheliegend" sei. Falls die juristische Untersuchung Honeywell Recht geben sollte, werde man auch prüfen, ob Nachkommen des Firmengründers Eugen de Haën zur Verantwortung gezogen werden können.

Im Rechtsstreit zwischen der Region und Honeywell geht es darum, wer für mögliche Sanierungen im Lister Altlastenfall aufkommen muss. Honeywell als Rechtsnachfolger der Verursacherfirma de Haën oder die Stadt und die Privateigentümer, wenn das Verursacherprinzip nicht zum Tragen kommt.

Nach bisherigem Stand sind der De-Haën-Platz und der Kleingartenverein Lister Damm von den etwa hundert Jahre alten Altlasten betroffen. Am Montag gab die Region bekannt, dass auf fünf Kleingärten eine erhöhte Radioaktivität gemessen wurde. Auf zweien seien auch chemische Altlasten in ähnlicher Konzentration wie am De-Haën-Platz gefunden worden.

von Johannes Schneider

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Lister Altlastenfall wirkt sich offenbar auf die Wohnungspreise rund um den De-Haën-Platz aus. „Wir bekommen zurzeit ständig Post von Immobilienfirmen“, sagt Barbara Schlecht von der Bürgerinitiative (BI) „Gegen Altlasten in der List“.

29.07.2009

Die Stadt Hannover beginnt mit der Entsorgung des radioaktiv belasteten Erdreiches am Lister De-Haën-Platz. In einem Schritt soll jetzt die bisher abgesperrte öffentliche Fläche auf dem Spielplatz auf dem Platz saniert werden.

29.07.2009

Am De-Haen-Platz ist tatsächlich jede zweite Verdachtsfläche mit Chemikalien belastet. Auf 96 Innenhöfen und Gärten haben Experten Schwermetalle wie Blei und Quecksilber gefunden. „Jetzt muss geprüft werden, welches Gefahrenpotenzial von den Altlasten im Boden ausgeht.“

27.07.2009
Anzeige