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Der Fall De Haën Lister Altlasten mindern Immobilienpreise
Hannover Themen Der Fall De Haën Lister Altlasten mindern Immobilienpreise
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11:18 29.07.2009
Quelle: Christian Behrens
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„Und was konkret geboten wird, liegt zum Teil 40 Prozent unter dem, was wir noch vor ein paar Jahren bezahlt haben.“

Diese Zahl will Joern Fischer von der Immobilienfirma Dahler & Company zwar nicht bestätigen. „Aber natürlich kann so ein Altlastenfall die Preise drücken“, sagt Fischer. Dass Dahler & Company in den vergangenen Wochen flächendeckend Flugblätter zwecks Käufervermittlung an die Lister Wohnungsbesitzer verteilt hat, habe nichts mit der Altlastenproblematik zu tun. „Das ist bei uns gängige Praxis“, sagt Fischer. Bis jetzt seien ohnehin noch keine unmittelbaren Auswirkungen des De-Haën-Falles auf den Lister Wohnungsmarkt zu verzeichnen. „Das ist immer noch eine sehr gefragte Gegend, gerade bei Familien“, sagt Fischer – und einen allgemeinen Negativtrend bei Immobilienpreisen gebe es seit Jahren.

Einen Eintrag im Altlastenkataster sieht aber auch Fischer als problematisch an. Am De-Haën-Platz liegen chemische und radioaktive Altlasten. „So etwas kann vom Käufer als Argument für einen Preisnachlass angeführt werden“, sagt Fischer. Aus wirtschaftlicher Sicht sei die Sanierung betroffener Grundstücke deshalb sinnvoll. Für Barbara Schlecht ein Grund, eine Sanierung „auf jeden Fall anzustreben, egal ob es gesundheitlich zwingend notwendig ist“.

Die Vorsitzende der BI hofft, dass die Region im Rechtsstreit mit dem Seelzer Chemieunternehmen Erfolg hat. Sollte nachgewiesen werden, dass Honeywell als Rechtsnachfolger der Verursacherfirma De Haën zu gelten hat, müsste der Konzern für die Sanierungskosten aufkommen. Sonst würden nach Bodenschutzrecht die Besitzer zur Kasse gebeten. Derzeit prüft der Anwalt der Region das Firmenarchiv von Honeywell. In dieser Woche wird die Öffentlichkeit über den Stand der Dinge informiert.

Am Sonnabend lädt die BI von 11 bis 15 Uhr zu einer Info-Veranstaltung in ein Zelt auf dem De-Haën-Platz. „Es geht darum, eine gemeinsame Linie der Betroffenen zu finden“, sagt Schlecht. „Wir wollen verhindern, dass die Kosten auf die Besitzer abgewälzt werden.“ Mit selbst gemachten Siebdrucken will die BI auch Geld einnehmen. „Denn vielleicht müssen wir uns ja doch noch einen Anwalt nehmen“, sagt Schlecht.

von Johannes Schneider

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