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Der Fall De Haën Lösung bei Altlasten-Sanierung am De-Haën-Platz in Sicht
Hannover Themen Der Fall De Haën Lösung bei Altlasten-Sanierung am De-Haën-Platz in Sicht
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15:21 30.07.2010
Der Lister De-Haën-Platz. Quelle: Uwe Dillenberg (Archiv)
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Nach dem Fund radioaktiver Altlasten am De-Haën-Platz in der List in Hannover zeichnet sich eine einvernehmliche Lösung für die Sanierung ab. Die große Mehrheit der 45 Grundstückseigentümer sei bereit, einen Vertrag mit der Region Hannover für die Beseitigung der belasteten Böden zu unterzeichnen, sagte am Freitag der Umweltdezernent der Region, Prof. Axel Priebs. Der Vertrag beinhalte einen Zuschuss, der etwa ein Viertel der Gesamtkosten abdeckt.

Vor zwei Jahren waren gesundheitlich bedenkliche Radon-Werte auf einem Platz, in Gärten und in zwei Wohnungen gemessen worden. Der Plan sieht Gesamtkosten von mehr als 4,3 Millionen Euro vor.

Jahrzehntelang hatten Bewohner auf radioaktiv belasteten Böden Gemüse und Salat angebaut, ihre Kinder hatten dort im Sand gespielt. Im Sommer 2008 erfuhren sie, dass unter den Grundstücken Altlasten der ehemaligen Chemiefabrik Eugen de Haën lagern. Auf dem rund 11.000 Quadratmeter großen Gelände stehen knapp 100 Mehrfamilienhäuser.Das Verwaltungsgericht Hannover hatte im Dezember 2009 eine Haftung der Nachfolgefirma oder der Erben verneint.

Der Plan der Region sieht vor, 35 Zentimeter des belasteten Bodens abzutragen und mit 60 Zentimeter sauberer Erde aufzuschütten. Die Eigentümer wird diese Sanierung 50.000 bis 150.000 Euro kosten. In den drei betroffenen Wohnhäusern sollen zudem die Kelleraußenwände abgedichtet werden.

„Für besondere Härtefälle stellt die Stadt einen Fonds in Gesamthöhe von 100.000 Euro bereit“, sagte der Umweltdezernent der Stadt, Hans Mönninghoff, am Freitag. Anträge müssten bis zum 15. September gestellt werden. Voraussetzung sei, dass der Vertrag mit der Region unterzeichnet wird, und dass die Wohnungen selbst benutzt und nicht vermietet werden.

Vier Eigentümer hatten die Gespräche über die Sanierung mit der Region abgelehnt. „Letztendlich können sie sich aber nicht gegen die Maßnahmen wehren, weil sie zur Gefahrenabwehr notwendig sind“, sagte Burkhardt Evers vom Bodenschutz der Region Hannover. Es bestehe zwar die Möglichkeit der Klage, eine Verzögerung der Sanierung hätte dies aber nicht zur Folge. Die Planungen sollen Ende des Jahres abgeschlossen sein und die Baumaßnahmen im Frühjahr 2011 beginnen.

dpa

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