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Noch mehr Strahlung am De-Haën-Platz in der List „Großes Schadstoffspektrum“

Historie

„Großes Schadstoffspektrum“

Im Jahr 2003 war die sogenannte historische Recherche fertig, die die Stadt im Zusammenhang mit dem Lister De-Haën-Platz in Auftrag gegeben hatte.

Was darin steht, treibt den Anwohnern heute die Zornesröte ins Gesicht – zumal viele noch nach 2003 nichtsahnend Wohnungen in dem Gebiet erstanden. „Das umweltrelevante Schadstoffspektrum von chemischen Fabriken ist vielfältig und kann im Einzelnen nur über die Produktpalette ermittelt werden“, schreiben die Wissenschaftler vom Büro Altlasten + Planung und meinen die Produktpalette der früheren Chemiefabrik Eugen de Haën in ihrer sogenannten Kontaminationshypothese. So habe das Unternehmen hochtoxische Flusssäure hergestellt, die zum Reinigen von Mineralien und zum Ätzen von Glas und Metallen benötigt worden sei. Möglich sei, dass ein Teil der Rückstände „eingeebnet wurde und auf der Fläche verblieben ist“. Außerdem habe die Palette neben Schwermetallsalzen auch „Verbindungen aus radioaktiven Elementen“ umfasst. Das Problem: Natürlich habe de Haën im 19. Jahrhundert nicht die Umweltauflagen zu befolgen gehabt, wie sie heute üblich seien.

fx

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