Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Noch mehr Strahlung am De-Haën-Platz in der List Kommentar: Unverfroren

Volker Goebel zum Fall de Haën

Kommentar: Unverfroren

Ein Gutachten angefertigt, die Ergebnisse weitergegeben und damit aus dem Schneider – so unverfroren argumentiert der städtische Umweltdezernent Mönninghoff im Fall de Haën. Alles, was die von strahlenden Altlasten in der List betroffenen Anwohner jetzt vortragen, sei doch längst bekannt.

Dabei muss sich gerade Mönninghoff noch eine Menge Fragen gefallen lassen: Wenn die Stadt spätestens seit dem Jahr 2003 Klarheit darüber hatte, dass auf dem ehemaligen Fabrikgelände in der List chemische und radioaktive Altlasten schlummern, wäre sie da nicht in der Pflicht gewesen, ein riesengroßes Warnschild aufzustellen? Was hat der Dezernent für ein Verständnis von der Fürsorgepflicht einer Stadt gegenüber ihren Bürgern, wenn er sich darauf zurückzieht, man habe die Erkenntnisse an die Region weitergeleitet? Erst im Jahr 2008 sah sich die Region veranlasst, Experten (in Schutzanzügen!) in die List zu schicken, um zu untersuchen, was da im Boden schlummert. Und so lange haben alle Verantwortlichen geschwiegen.

Die Stadt trägt sehr wohl Verantwortung: Sie war es, die die belasteten Flächen einst als Bauland für sensible Wohnbebauung freigeben hat. Und sie war es, die die Bürger später in gutem Glauben gelassen hat, dass es in der List kein Risiko gibt.

Mehr zum Artikel
Lister De-Haën-Platz
2008 ließ die Region Hannover die Grundstücke am De-Haën-Platz in der List untersuchen.

Im Ringen um die Kosten der Altlastensanierung am Lister De-Haën-Platz haben die Anwohner einen neuen Trumpf in der Hand: Offenbar wussten die Behörden schon viel länger als bislang eingeräumt, dass die Grundstücke belastet waren.

mehr
Region