Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Fall De Haën Opposition will Informationen zu de Haën
Hannover Themen Der Fall De Haën Opposition will Informationen zu de Haën
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:57 21.01.2011
Von Felix Harbart
Anzeige

Im Altlastenfall rund um den Lister De-Haën-Platz fordert die Opposition in der Regionsversammlung Aufklärung. Die Linksfraktion hat für die kommende Sitzung des Umweltausschusses die Anfrage gestellt, wann die sogenannte historische Recherche aus dem Jahr 2003 von der Stadt an die Region übergeben und wie weiter mit ihr verfahren wurde. Das Gutachten skizzierte fünf Jahre vor den ersten Bodenuntersuchungen die Kontaminationsszenarien und enthielt auch Hinweise auf mögliche radioaktive Belastungen. In Aktion trat die Region allerdings erst 2008. Von der Antwort der Verwaltung wollen die Linken es abhängig machen, ob sie eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die verantwortlichen Dezernenten in Stadt und Region stellen werden.

Nach der Kritik vonseiten der Opposition an der Regionsverwaltung äußert auch Grünen-Fraktionschef Raoul Schmidt-Lamontain vorsichtige Zweifel daran, dass die Mitarbeiter des Umweltdezernats nach Eingang des Gutachtens schnell genug gehandelt haben. „Sollte es so sein, dass das Papier so lange gelegen hat, muss der Fall ausgewertet werden, damit so etwas nicht noch einmal passiert“, sagt Raoul Schmidt-Lamontain.

Derweil beschäftigt sich auch die Staatsanwaltschaft Hannover mit der Frage, ob es im Umgang mit der Lister Altlast zu Versäumnissen gekommen ist. Derzeit prüfen die Ermittler, ob es einen Anfangsverdacht wegen eines möglichen Umweltdeliktes gibt, der Ermittlungen notwendig macht. Bis darüber entschieden ist, werde es indes noch dauern, sagt Staatsanwältin Kathrin Söfker.

Im Fall der Altlast in Gehrden-Ditterke hatte die Behörde ermittelt, weil es ihrer Ansicht nach bei der Bearbeitung zu Verzögerungen gekommen war.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für den Altlastenfall am Lister De-Haën-Platz interessiert sich jetzt auch die Staatsanwaltschaft Hannover. Nach Angaben von Staatsanwältin Kathrin Söfker prüft die Behörde, ob es einen Anfangsverdacht gibt, der Ermittlungen in der Sache rechtfertigt.

Felix Harbart 19.01.2011

Das Schwarze-Peter-Spiel: Die Betroffenen der Lister Altlasten am am De-Haën-Platz in Hannover nehmen nicht hin, dass niemand schuld sein soll an dem Desaster.

Felix Harbart 14.01.2011

In der Debatte um die Sanierungskosten am verstrahlten De-Haën-Platz schlägt der finanzpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ralf Borchers, jetzt vor, die Sanierungskosten für Eigentümer einer Wohnung auf 10 000 Euro zu deckeln. „Das würde den Eigentümern helfen, deren Haus besonders hoch belastet ist“, sagt Borchers.

Felix Harbart 11.01.2011
Anzeige