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Der Fall De Haën Raues Klima im Streit um Altlast in Hannover
Hannover Themen Der Fall De Haën Raues Klima im Streit um Altlast in Hannover
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20:52 17.02.2011
Von Felix Harbart
Axel Priebs (SPD) und Hans Mönninghoff (Grüne) am „runden Tisch“ zum Thema Sanierung der Altlast am Lister De-Haën-Platz Quelle: Martin Steiner
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In der Debatte um die Sanierung der Altlast am Lister De-Haën-Platz in Hannover wird der Ton zwischen Behörden und Anwohnern rauer. Teilnehmer des „runden Tisches“, zu dem sich Vertreter beider Seiten am Mittwochabend erneut trafen, berichten von einigen Ruppigkeiten, die bei dem Termin ausgetauscht worden seien. So hätten die Umweltdezernenten von Stadt und Region, Hans Mönninghoff (Grüne) und Axel Priebs (SPD), die Bürgerinitiative (BI) gedrängt, „nicht länger zu blockieren“ und die Sanierungsvereinbarungen der Region zu unterschreiben. Auf der anderen Seite hätten die Anwohner deutlich gemacht, mit der vorliegenden Finanzplanung immer noch nicht einverstanden zu sein. „Uns kann immer noch keiner schlüssig erklären, warum wir überhaupt etwas zahlen sollen“, sagt BI-Mitglied Henrich Fenner.

In den kommenden Wochen werden alle Anwohner exakt mitgeteilt bekommen, wie viel jeder von ihnen für die Sanierung zu zahlen hat. Dann sollen die Eigentümer der insgesamt 45 betroffenen Grundstücke die sogenannte Sanierungsvereinbarung unterschreiben. Sie regelt den Ablauf der Arbeiten, die die Region übernimmt – und die Verteilung der Kosten. Nach den neuesten Zahlen werden Stadt und Region mit ihrem Zuschuss von insgesamt 1,1 Millionen Euro 30 Prozent der Kosten übernehmen. Für die Wohnungseigentümer verbleiben nach Angaben der Behörden Kosten zwischen 1000 und 10.000 Euro.

Der Umgang der Behörden mit der Altlast vor und nach ihrem Bekanntwerden aber gibt der Bürgerinitiative Anlass zu großer Kritik. Aus diesem Grund sind die Anwohner sich noch unsicher, ob sie dem von der Region vorgeschlagenen Verfahren zustimmen oder vor Gericht für eine andere Lösung streiten wollen. Vor Journalisten hatte Mönninghoff am Mittwochmittag von solchen Schritten abgeraten. Er wirft den Anwohnern Stimmungsmache vor: „Es wird kein Pokern mehr geben, um den Zuschuss von Stadt und Region in die Höhe zu treiben“, sagte er. „Wir werden nicht mehr zahlen als bisher geplant.“ Langsam müssten sich die Grundstückseigentümer „bekennen, ob sie die Vereinbarung unterschreiben wollen oder nicht“. Er selbst könne nur „allen dazu raten“.

Die Anwohner aber wollen sich nicht hetzen lassen. Sie warten die Rechtsberatung ihrer Anwältin ebenso ab wie das weitere Vorgehen der Staatsanwaltschaft. Die prüft derzeit, ob sie ein Ermittlungsverfahren wegen des Umgangs der Behörden mit dem Fall de Haën eröffnet.

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