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Der Fall De Haën Region Hannover untersucht Grundwasser
Hannover Themen Der Fall De Haën Region Hannover untersucht Grundwasser
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11:37 03.03.2011
Das Grundwasser unter dem Lister De-Haën-Platz ist belastet. Quelle: Uwe Dillenberg
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Am Freitag sollen die Bohrungen abgeschlossen, in der kommenden Woche die Wasserproben entnommen sein. Die Untersuchungen sollen klären, ob die Belastung des Grundwassers weitere Sanierungsmaßnahmen erforderlich macht.

Die Frage nach möglichen Sanierungskosten für das Grundwasser ist einer der Kernkonflikte, die die Bürgerinitiative „Gegen Altlasten in der List“ und die Regionsverwaltung derzeit noch miteinander austragen. In diesen Tagen beginnen Region und Anwohner damit, miteinander über die sogenannten Sanierungsverträge zu verhandeln. Diese sollen die Organisation aller Arbeiten durch die Region und die Übernahme von rund 30 Prozent der Kosten durch die öffentliche Hand regeln. Die Region hofft, dass ein Großteil der Eigentümer der 45 betroffenen Grundstücke die Vereinbarung unterzeichnet. Wer das nicht tut, muss die Sanierung auf eigene Faust angehen. Dadurch entstünden Eigentümern nicht nur höhere Kosten, sagt die Region. Gleichzeitig entfiele für jene Eigentümer auch der öffentliche Zuschuss.

Die Bürgerinitiative (BI) versucht nun, mögliche Folgekosten auszuschließen, die in späteren Jahren durch Grundwasserverunreinigungen entstehen könnten. Die BI verlangt eine sogenannte Freistellungsklausel, die garantiert, dass die Anwohner auf keinen Fall für die Grundwassersanierung aufkommen müssen.

Felix Harbart

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Das Klima im Streit um die Sanierung der Altlast am Lister De-Haën-Platz in Hannover wird rauer. Die Umweltdezernenten von Stadt und Region hätten die Bürgerinitiative (BI) gedrängt, „nicht länger zu blockieren“ und die Sanierungsvereinbarungen zu unterschreiben. Auf der anderen Seite hätten die Anwohner deutlich gemacht, mit der vorliegenden Finanzplanung immer noch nicht einverstanden zu sein.

Felix Harbart 17.02.2011

Die Sanierung der radiologischen und chemischen Altlast am Lister De-Haën-Platz wird günstiger als bisher angenommen. Am Mittwoch präsentierten die Umweltdezernenten von Stadt und Region Hannover, Hans Mönninghoff (Grüne) und Axel Priebs (SPD) die Ergebnisse der Kostenberechnung, an der ein beauftragtes Ingenieurbüro in den vergangenen Monaten gearbeitet hat.

Felix Harbart 16.02.2011

Die Stadt Hannover führt für den Härtefallfonds am Lister De-Haën-Platz neue Regeln ein. Offenbar waren die Verdienstgrenzen zum Beantragen von Zuschüssen zu hoch angesetzt. Jetzt werden sie gelockert.

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