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Der Fall De Haën Region zahlt für De-Haën-Sanierung
Hannover Themen Der Fall De Haën Region zahlt für De-Haën-Sanierung
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12:09 17.02.2010
Von Felix Harbart
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m Dienstag votierte das der Umweltausschuss der Region Hannover für die sogenannte Sanierungsvereinbarung, nach der sich Stadt und Region Hannover mit jeweils 500.000 Euro an den finanziellen Aufwendungen beteiligen wollen. Voraussetzung für die Zahlung der Region ist allerdings zweierlei: Zum einen, dass auch die Stadt der vereinbarten Verpflichtung nachkommt, zum anderen, dass ein „weitaus überwiegender Teil der privaten Grundstückseigentümer einen öffentlich-rechtlichen Vertrag mit der Region Hannover“ über die Sanierung der Flächen abschließt.

Der Plan der Region sieht vor, die Sanierung aller 44 Grundstücke aus einer Hand zu koordinieren. Dafür aber müssen die allermeisten betroffenen Eigentümer sich einverstanden erklären. Auf diese Weise, argumentiert die Region, könnten alle Beteiligten Geld sparen, weil nicht jeder auf eigene Faust die Sanierung veranlassen muss.

Unterdessen hat die Stadt die Sanierung der betroffenen Kleingartenflächen auf der Anlage Lister Damm überraschend gestoppt. Hier hatte der Umweltausschuss bereits beschlossen, sechs Parzellen für 680. 000 Euro sanieren zu lassen und sie fortan als Park- und Grünabladeplatz zu verwenden. Nun aber hat Karl-Heinz Rädecker, Chef des Bezirksverbands der Kleingärtner, der Stadt einen anderen Vorschlag gemacht. Man könne doch, sagt Rädecker, den Bereich unsaniert lassen und ein Vogelschutzgehölz darauf anlegen. Auf diese Weise würde die Stadt das Geld sparen – und könnte es für Sinnvolleres ausgeben. „Zum Beispiel für Kindergärten.“

Die SPD jedoch ist empört über den Vorschlag des Kleingärtnerchefs. Dessen Verband nämlich hat die Gesamtfläche aller Kleingärten von der Stadt gepachtet und müsste demnach auch für die verseuchten Parzellen weiter zahlen, ohne sie selbst weiterverpachten zu können. Diesem Verlustgeschäft wolle Rädecker nun entgehen, sagt Ratsherr Manfred Müller. Er bescheinigt dem Vorschlag Rädeckers „sandersche Qualitäten“: „Falscher Zeitpunkt, inhaltlich nicht begründet, egoistische Motive.“

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Die Anwohner in der List fordern in der Debatte um die Finanzierung der Sanierung rund um den De-Haën-Platz mehr Hilfe von Stadt und Region. Die Bürgerinitiative gegen Altlasten in der List zeigt sich aber zufrieden damit, dass es überhaupt eine gemeinsame, von der Region koordinierte Sanierung geben soll.

Felix Harbart 29.01.2010

Die Kosten für eine Sanierung des Lister Altlastenfalls sollen sich auf 6,5 Millionen Euro belaufen. Stadt und Region Hannover wollen davon nun die Hälfte übernehmen. Den Rest müssten die privaten Grundstückseigentümer zahlen.

Felix Harbart 21.01.2010

Stadt und Region Hannover bieten an, gut die Hälfte der Gesamtsanierungskosten für die radioaktive Altlast in der List zu tragen. Was hat das zur Folge und wie sieht der Sanierungsplan nun genau aus? Wir klären die wichtigsten Fragen.

22.01.2010
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