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Region zahlt für De-Haën-Sanierung

Lister Altlastenfall Region zahlt für De-Haën-Sanierung

Die Region Hannover hat einer finanziellen Beteiligung ihrerseits an den Sanierungskosten für die radioaktive Altlast in der List zugestimmt. Unterdessen ist die Sanierung ebenfalls betroffener Kleingartenflächen gestoppt worden.

m Dienstag votierte das der Umweltausschuss der Region Hannover für die sogenannte Sanierungsvereinbarung, nach der sich Stadt und Region Hannover mit jeweils 500.000 Euro an den finanziellen Aufwendungen beteiligen wollen. Voraussetzung für die Zahlung der Region ist allerdings zweierlei: Zum einen, dass auch die Stadt der vereinbarten Verpflichtung nachkommt, zum anderen, dass ein „weitaus überwiegender Teil der privaten Grundstückseigentümer einen öffentlich-rechtlichen Vertrag mit der Region Hannover“ über die Sanierung der Flächen abschließt.

Der Plan der Region sieht vor, die Sanierung aller 44 Grundstücke aus einer Hand zu koordinieren. Dafür aber müssen die allermeisten betroffenen Eigentümer sich einverstanden erklären. Auf diese Weise, argumentiert die Region, könnten alle Beteiligten Geld sparen, weil nicht jeder auf eigene Faust die Sanierung veranlassen muss.

Unterdessen hat die Stadt die Sanierung der betroffenen Kleingartenflächen auf der Anlage Lister Damm überraschend gestoppt. Hier hatte der Umweltausschuss bereits beschlossen, sechs Parzellen für 680. 000 Euro sanieren zu lassen und sie fortan als Park- und Grünabladeplatz zu verwenden. Nun aber hat Karl-Heinz Rädecker, Chef des Bezirksverbands der Kleingärtner, der Stadt einen anderen Vorschlag gemacht. Man könne doch, sagt Rädecker, den Bereich unsaniert lassen und ein Vogelschutzgehölz darauf anlegen. Auf diese Weise würde die Stadt das Geld sparen – und könnte es für Sinnvolleres ausgeben. „Zum Beispiel für Kindergärten.“

Die SPD jedoch ist empört über den Vorschlag des Kleingärtnerchefs. Dessen Verband nämlich hat die Gesamtfläche aller Kleingärten von der Stadt gepachtet und müsste demnach auch für die verseuchten Parzellen weiter zahlen, ohne sie selbst weiterverpachten zu können. Diesem Verlustgeschäft wolle Rädecker nun entgehen, sagt Ratsherr Manfred Müller. Er bescheinigt dem Vorschlag Rädeckers „sandersche Qualitäten“: „Falscher Zeitpunkt, inhaltlich nicht begründet, egoistische Motive.“

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