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Sanierung am De-Haën-Platz in Hannover wird günstiger

Kostenberechnung fertig Sanierung am De-Haën-Platz in Hannover wird günstiger

Die Sanierung der radiologischen und chemischen Altlast am Lister De-Haën-Platz wird günstiger als bisher angenommen. Am Mittwoch präsentierten die Umweltdezernenten von Stadt und Region Hannover, Hans Mönninghoff (Grüne) und Axel Priebs (SPD) die Ergebnisse der Kostenberechnung, an der ein beauftragtes Ingenieurbüro in den vergangenen Monaten gearbeitet hat.

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Die Sanierung am De-Haën-Platz wird günstiger als bisher angenommen.

Quelle: Uwe Dillenberg

Demnach belaufen sich die Gesamtsanierungskosten der 45 betroffenen Grundstücke auf etwa 3,5 Millionen Euro. Die Berechnung liege damit um 23 Prozent unter der bisherigen „konservativen“ Kostenschätzung.

In den kommenden Wochen werden die Eigentümer von Häusern und Wohnungen im Detail erfahren, wie teuer die Beseitigung der Altlast auf ihrem Grund und Boden wird. Davon werden viele abhängig machen, ob sie eine sogenannte Sanierungsvereinbarung mit der Region unterzeichnen. Bisher hätten 37 der 45 Eigentümer oder Eigentümergemeinschaften grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, sagten die Dezernenten. Anhand dieser Zahl haben die Behörden ausgerechnet, dass die Kosten pro Wohnung unter Berücksichtigung des öffentlichen Zuschusses zwischen 1000 und 10.000 Euro liegen werden. Im Schnitt hätten die Eigentümer 5000 Euro pro Wohnung zu zahlen. Aus dieser Rechnung herausgenommen sind zwei Mehrfamilienhäuser, die jeweils im Besitz eines einzelnen Eigentümers seien. Auf beide kommen Kosten von bis zu 200.000 Euro zu. Einer dieser Eigentümer sei ein Erbe des Chemiefabrikanten De Haën, auf dessen Fabrik die Altlasten zurückgehen, sagte Mönninghoff.

Durch die geringeren Gesamtkosten steigt der Anteil des öffentlichen Zuschusses von bisher 22 auf jetzt 30 Prozent. Stadt und Region haben sich verpflichtet, je 500.000 Euro zur Sanierung beizusteuern. Außerdem hat die Stadt einen Härtefallfonds in Höhe von 100.000 Euro aufgelegt. Barbara Nebendahl von der Bürgerinitiative gegen Altlasten in der List findet es „erfreulich“, dass die Kosten niedriger ausfallen sollen. „Es gibt aber immer noch einige, die deutlich mehr als 5000 Euro zu zahlen haben“, sagt sie. Man werde sich die Berechnungen jetzt genau ansehen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

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