Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Fall De Haën Sanierung am De-Haën-Platz in Hannover wird günstiger
Hannover Themen Der Fall De Haën Sanierung am De-Haën-Platz in Hannover wird günstiger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:19 16.02.2011
Von Felix Harbart
Die Sanierung am De-Haën-Platz wird günstiger als bisher angenommen. Quelle: Uwe Dillenberg
Anzeige

Demnach belaufen sich die Gesamtsanierungskosten der 45 betroffenen Grundstücke auf etwa 3,5 Millionen Euro. Die Berechnung liege damit um 23 Prozent unter der bisherigen „konservativen“ Kostenschätzung.

In den kommenden Wochen werden die Eigentümer von Häusern und Wohnungen im Detail erfahren, wie teuer die Beseitigung der Altlast auf ihrem Grund und Boden wird. Davon werden viele abhängig machen, ob sie eine sogenannte Sanierungsvereinbarung mit der Region unterzeichnen. Bisher hätten 37 der 45 Eigentümer oder Eigentümergemeinschaften grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, sagten die Dezernenten. Anhand dieser Zahl haben die Behörden ausgerechnet, dass die Kosten pro Wohnung unter Berücksichtigung des öffentlichen Zuschusses zwischen 1000 und 10.000 Euro liegen werden. Im Schnitt hätten die Eigentümer 5000 Euro pro Wohnung zu zahlen. Aus dieser Rechnung herausgenommen sind zwei Mehrfamilienhäuser, die jeweils im Besitz eines einzelnen Eigentümers seien. Auf beide kommen Kosten von bis zu 200.000 Euro zu. Einer dieser Eigentümer sei ein Erbe des Chemiefabrikanten De Haën, auf dessen Fabrik die Altlasten zurückgehen, sagte Mönninghoff.

Durch die geringeren Gesamtkosten steigt der Anteil des öffentlichen Zuschusses von bisher 22 auf jetzt 30 Prozent. Stadt und Region haben sich verpflichtet, je 500.000 Euro zur Sanierung beizusteuern. Außerdem hat die Stadt einen Härtefallfonds in Höhe von 100.000 Euro aufgelegt. Barbara Nebendahl von der Bürgerinitiative gegen Altlasten in der List findet es „erfreulich“, dass die Kosten niedriger ausfallen sollen. „Es gibt aber immer noch einige, die deutlich mehr als 5000 Euro zu zahlen haben“, sagt sie. Man werde sich die Berechnungen jetzt genau ansehen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Stadt Hannover führt für den Härtefallfonds am Lister De-Haën-Platz neue Regeln ein. Offenbar waren die Verdienstgrenzen zum Beantragen von Zuschüssen zu hoch angesetzt. Jetzt werden sie gelockert.

Conrad von Meding 09.02.2011

Im Ringen um eine Einigung im Altlastenfall am Lister De-Haën-Platz in Hannover stehen die Zeichen offenbar auf Konfrontation zwischen der Bürgerinitiative (BI) „Gegen Altlasten in der List“ auf der einen und Stadt und Region Hannover auf der anderen Seite.

Felix Harbart 02.02.2011

Der Umgang der Verwaltung mit Akten zum Thema Altlasten am Lister De-Haën-Platz trägt der Region harsche Kritik der Opposition ein. Im Umweltausschuss am Dienstag hatte die Region auf Anfrage der Linken einräumen müssen, keine Vermerke über Gespräche im Zusammenhang mit einem brisanten Gutachten gemacht zu haben.

Felix Harbart 26.01.2011
Anzeige