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Der Fall De Haën Stadt saniert Fläche am De-Haën-Platz
Hannover Themen Der Fall De Haën Stadt saniert Fläche am De-Haën-Platz
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11:34 29.07.2009
Abgesperrte Fläche am De-Haen-Platz Quelle: Martin Steiner
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„Das soll zunächst einmal ein Test sein, wieviel das kostet und wie es funktioniert“, sagte Umweltdezernent Hans Mönninghoff. Die Altlast soll noch in diesem Jahr auf eine Deponie des Chemieriesen Bayer im rheinischen Leverkusen gebracht kommen. Im Vorfeld hatte es Probleme gegeben, einen Abnehmer für das verstrahlte Erdreich zu finden. Noch in der vergangenen Woche hatten die Betreiber einer Halde bei Bitterfeld in letzter Minute abgesagt.

Allein am De-Haën-Platz, wo Anfang Juli eine erhöhte radioaktive Strahlung festgegestellt worden war, müssen rund 50 Tonnen Erdreich abgetragen werden. „Das entspricht zwei oder drei Lkw-Ladungen“, sagt Mönninghoff. Die Kosten beziffert der Dezernent auf rund 20 000 Euro. Insgesamt soll die Sanierung der betroffenen städtischen Flächen etwa 100 000 Euro kosten.

Ob die Eigentümer belasteter Privatflächen mit finanzieller Unterstützung rechnen können, ist derweil ungewiss. Die Region Hannover befinde sich in der endgültigen Abstimmung mit ihrem Rechtsanwalt, sagte Gerhard Meyer, Leiter des Fachbereichs Umwelt der Region, gestern im Umweltausschuss. „Wir werden dann in der kommenden Woche reagieren.“ Zurzeit lässt die Region durch ihren Rechtsbeistand prüfen, welche Erfolgsaussichten eine Klage gegen den Rechtsnachfolger des Chemieunternehmens de Haën, den Seelzer Konzern Honeywell, hätte.

Unterdessen wartet die Region noch auf die Ergebnisse der chemischen Untersuchung in einer Kleingartenkolonie am Lister Damm. Auch die Untersuchung des Grundwassers sei noch nicht abgeschlossen, sagte Meyer.

Dem Ausschuss sagte Meyer, die Region sei rund um den De-Haën-Platz „auf großes Verständnis“ der Anwohner gestoßen. Es sei „wohltuend, dass unsere Expertin Petra Günther jederzeit für Gespräche zur Verfügung steht“. Die Frage aus der Versammlung, warum dann in der Zeitung immer wieder von unzufriedenen Bürgern zu lesen sei, wollte Umweltdezernent Axel Priebs nicht gelten lassen. „Dass jemand nicht einverstanden ist, gibt es immer mal.“

von Felix Harbart

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