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Der Fall De Haën Stadt und Region bieten Kompromiss im De-Haen-Streit an
Hannover Themen Der Fall De Haën Stadt und Region bieten Kompromiss im De-Haen-Streit an
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20:28 21.01.2010
Von Felix Harbart
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Stadt und Region Hannover bieten an, gut die Hälfte der Gesamtsanierungskosten für die radioaktive Altlast in der List zu tragen. Das gaben die Umweltdezernenten Hans Mönninghoff (Stadt) und Axel Priebs (Region) am Donnerstag bekannt. Nach ihrer Rechnung würde die öffentliche Hand 3,2 der rund 6,5 Millionen Euro übernehmen, die die Sanierung Schätzungen zufolge insgesamt kosten wird. Damit verbliebe eine Last von etwa 3,3 Millionen Euro bei den Privateigentümern. Mit eingerechnet sind allerdings die 1,1 Millionen Euro, die die Stadt Hannover ohnedies für die öffentlichen Flächen berappen muss. Jetzt muss die Politik über den Vorschlag entscheiden.

Zusätzlich zu rund 2,1 Millionen Euro, die Stadt und Region bereits in die Arbeiten rund um die Altlast investiert haben, wollen sich beide mit je einer halben Million an den verbleibenden Kosten beteiligen. Außerdem will die Stadt einen Härtefallfonds in Höhe von 100.000 Euro einrichten.

Neben öffentlichen Flächen sind 45 Privatgrundstücke mit rund 400 Wohnungen von der Altlast betroffen. Pro Grundstück rechnet die Region mit durchschnittlichen Sanierungskosten von rund 75.500 Euro, pro Wohnung mit etwa 7.700 Euro. Diese Zahlen können je nach Grundstücksgröße und Grad der Verunreinigung variieren.

Ziel des Vorstoßes ist eine einheitliche, von der Region koordinierte Sanierung des Gebietes. Sie will mit den betroffenen Eigentümern sogenannte Sanierungsverträge abschließen. „Dadurch haben alle Beteiligten Vorteile“, sagte Priebs. Ohne solche Verträge müsste die Region die Sanierung per Einzelanordnungen für jeden Eigentümer durchsetzen. Die Eigner wiederum müssten sich selbst die Durchführung der Auskofferung und Entsorgung auf ihren Grundstücken kümmern. Eine Klage dagegen hätte nach Auskunft von Experten kaum Aussicht auf Erfolg.

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