Das Kröpcke-Center halten viele für Hannovers hässlichsten Betonklotz. Das soll sich jetzt endlich ändern: Die Düsseldorfer Grundstücksgesellschaft Centrum startet einen Totalumbau im Herzen der Stadt.
Eine Audio-Slideshow zeigt die Pläne zur Modernisierung des Kröpcke. mehr
Die Bauverwaltung hat die Genehmigung zum Abriss der Turmetagen am Kröpcke-Center erteilt. Das bestätigte ein Sprecher am Dienstagabend. Vor einigen Tagen war bereits mit der Demontage der rückwärtigen Fassadenplatten begonnen worden, das waren jedoch nur vorbereitende Arbeiten.
Abends, von 20 Uhr an, wenn das Geschäftstreiben in der Innenstadt von Hannover allmählich zur Ruhe kommt, wird es an der Rückseite des Kröpcke-Centers laut. Während an der Gebäudespitze Richtung Bahnhof gerade die neuen Fassaden fertiggestellt werden, hat jetzt auf der Südseite zum Platz der Weltausstellung der Abriss begonnen.
Die Stadt Hannover investiert 5,35 Millionen Euro in die Gestaltung der Flächen am Kröpcke. Auch die Kröpcke-Uhr und der Brunnen müssen weichen – zumindest zeitweise.
Die Entscheidung des Investors, das Kröpcke-Center in Hannover nun doch ohne Turmetagen zu bauen, hat am Mittwoch gespaltene Reaktionen hervorgerufen.
Die Entscheidung ist gefallen: Hannovers Kröpcke-Center wird ohne die sieben Turmetagen gebaut. Projektentwickler Holger Wohner, der mit seiner Düsseldorfer Firma Centrum rund 200 Millionen Euro in die Sanierung der Siebziger-Jahre-Immobilie investieren wollte, teilte am Dienstag nach Gesprächen mit Hannovers Stadtspitze mit, dass er es bei der Totalsanierung und Erweiterung der unteren fünf Geschäftsgeschosse belässt.
Die größte City-Baustelle ist wieder im Zeitplan: Hinter den Gerüsten des Kröpcke-Centers in Hannover ist die Bauhöhe erreicht und die ersten Fassadenteile montiert - am Donnerstag beginnt der Bodenaufbau für die Verkaufsetagen.
Hoch hinaus oder doch nicht? Der Investor hat seine Entscheidung für oder gegen die Turmetagen des Kröpcke-Centers noch einmal vertagt.
Der Investor will Entscheidung zu den Hochhausetagen des Kröpcke-Centers in Hannover noch im Oktober treffen – doch kaum jemand scheint den Turmgeschossen hinterherzutrauern. Kein Wunder: Das Kröpcke-Center gilt seit Jahrzehnten als Zankapfel in der Stadt.