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Stolperfalle

Debatte um Kröpcke geht weiter

Von Mathias Klein

Der Sturz eines Rollstuhlfahrers auf dem Gehweg vor der Kröpcke-Baustelle hat bei Politikern ein nahezu einhelliges Echo ausgelöst: Die Bauverwaltung muss den Zustand des Gehwegs überprüfen und mögliche Gefahrenstellen sofort beseitigen lassen.
Stolperfalle Kröpcke.

Die Stolperfallen am Kröpcke sollen schnell beseitigt werden.

© Insa Catherine Hagemann

Hannover. „Wenn es dort Stolperfallen gibt, müssen sie bereinigt werden“, sagte der Verkehrsexperte der SPD-Fraktion, Thomas Herrmann. Die Sicherheit von Fußgängern, Rollstuhlfahrern und Menschen mit Rollatoren müsse gewährleistet sein.

Für die CDU prognostizierte deren Bauexperte Hans-Georg Hellmann, dass in einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft immer häufiger ähnliche Probleme auftauchen werden. „Die Barrierefreiheit muss auch an Baustellen gewährleistet sein“, sagte er. Hellman riet Betroffenen, bei ähnlichen Vorfällen künftig die Behindertenbeauftragte der Stadt zu informieren.

„Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer muss gewährleistet sein“, sagte für die Grünen Fraktionschef Lothar Schlieckau. „Ich gehe davon aus, dass die Bauverwaltung das überprüft, und, wenn Nachbesserungsbedarf besteht, das auch regelt“, meinte er. Auch FDP-Fraktionschef Jens Meyburg sagte, dass sofort Abhilfe geschaffen werden müsse. Ein gefährlicher Gehweg sei nicht hinnehmbar.

Für die Linken verlangte Oliver Förste, dass die Stadt die Baustellen besser kontrollieren müsse. Wie berichtet, war der 64-jährige Peter G. Lüdtke auf dem Gehweg zwischen Kröpcke-Uhr und der Baustelle mit seinem Rollstuhl in einer Rille auf dem durch die Bauarbeiten maroden Pflaster hängen geblieben. Daraufhin war der Rollstuhl nach vorn übergekippt. Lüdtke fiel hinaus und stürzte auf das Pflaster. Dabei zog er sich eine Platzwunde am Kopf zu und brach sich das rechte Bein.

Lüdtke hatte in einem Brief an Oberbürgermeister Stephan Weil angekündigt, über Schadensersatzforderungen an die Stadt nachzudenken. In dem Schreiben hatte er auch die Untätigkeit der Kommunalpolitiker bemängelt, die sich genauso wenig um den maroden Gehweg kümmern würden wie die Stadtverwaltung. Die Verwaltung hatte auf Anfrage angekündigt, genau zu untersuchen, ob der Rollstuhl tatsächlich durch die Oberfläche des Gehweges umgekippt ist.

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