Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Großbaustelle Kröpcke-Center Debatte um Kröpcke geht weiter
Hannover Themen Großbaustelle Kröpcke-Center Debatte um Kröpcke geht weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:44 02.08.2011
Von Mathias Klein
Die Stolperfallen am Kröpcke sollen schnell beseitigt werden. Quelle: Insa Catherine Hagemann
Anzeige
Hannover

„Wenn es dort Stolperfallen gibt, müssen sie bereinigt werden“, sagte der Verkehrsexperte der SPD-Fraktion, Thomas Herrmann. Die Sicherheit von Fußgängern, Rollstuhlfahrern und Menschen mit Rollatoren müsse gewährleistet sein.

Für die CDU prognostizierte deren Bauexperte Hans-Georg Hellmann, dass in einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft immer häufiger ähnliche Probleme auftauchen werden. „Die Barrierefreiheit muss auch an Baustellen gewährleistet sein“, sagte er. Hellman riet Betroffenen, bei ähnlichen Vorfällen künftig die Behindertenbeauftragte der Stadt zu informieren.

„Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer muss gewährleistet sein“, sagte für die Grünen Fraktionschef Lothar Schlieckau. „Ich gehe davon aus, dass die Bauverwaltung das überprüft, und, wenn Nachbesserungsbedarf besteht, das auch regelt“, meinte er. Auch FDP-Fraktionschef Jens Meyburg sagte, dass sofort Abhilfe geschaffen werden müsse. Ein gefährlicher Gehweg sei nicht hinnehmbar.

Für die Linken verlangte Oliver Förste, dass die Stadt die Baustellen besser kontrollieren müsse. Wie berichtet, war der 64-jährige Peter G. Lüdtke auf dem Gehweg zwischen Kröpcke-Uhr und der Baustelle mit seinem Rollstuhl in einer Rille auf dem durch die Bauarbeiten maroden Pflaster hängen geblieben. Daraufhin war der Rollstuhl nach vorn übergekippt. Lüdtke fiel hinaus und stürzte auf das Pflaster. Dabei zog er sich eine Platzwunde am Kopf zu und brach sich das rechte Bein.

Lüdtke hatte in einem Brief an Oberbürgermeister Stephan Weil angekündigt, über Schadensersatzforderungen an die Stadt nachzudenken. In dem Schreiben hatte er auch die Untätigkeit der Kommunalpolitiker bemängelt, die sich genauso wenig um den maroden Gehweg kümmern würden wie die Stadtverwaltung. Die Verwaltung hatte auf Anfrage angekündigt, genau zu untersuchen, ob der Rollstuhl tatsächlich durch die Oberfläche des Gehweges umgekippt ist.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Verschmutzte Wege und Treppen, nicht beseitigte Baumängel und ein fortwährendes Problem mit üblen Gerüchen: Die Geschäftsleute in der Niki-de-Saint-Phalle Promenade beklagen den gegenwärtigen Zustand der unterirdischen Einkaufsmeile zwischen Kröpcke und Bahnhof und werfen der Vermietergesellschaft HRG mangelndes Engagement für den Standort vor.

Stefanie Kaune 27.07.2011

Die Geruchsbelästigungen zwischen der U-Bahn-Station Kröpcke und der Niki-Promenade lassen sich während der Bauarbeiten nicht vermeiden. Stadtsprecher Andreas Möser sagte am Montag, wegen der Arbeiten sei der Luftaustausch derzeit eingeschränkt.

26.07.2011

Arbeiter haben begonnen, die Rückseite des Kröpcke-Centers in der hannoverschen Innenstadt abzureißen. Mobilbagger zertrümmern in waghalsigen Höhen und auf schmalen Betonträgern balancierend die Etagen der Betonburg im Bereich Platz der Weltausstellung.

Conrad von Meding 12.07.2011

Die Geruchsbelästigungen zwischen der U-Bahn-Station Kröpcke und der Niki-Promenade lassen sich während der Bauarbeiten nicht vermeiden. Stadtsprecher Andreas Möser sagte am Montag, wegen der Arbeiten sei der Luftaustausch derzeit eingeschränkt.

26.07.2011

Folie hängt in Fetzen von der Decke, Bauzäune stehen schief in der Gegend herum, und in den Ecken liegt der Müll: Der Bereich zwischen Niki-Promenade und der U-Bahn-Station Kröpcke wird für Passanten und Geschäftsleute zunehmend zum Ärgernis. Es gibt hier gefährliche Stolperfallen, immer wieder zieht auch ein unerträglicher Gestank durch die Baustelle.

24.07.2011

Wer in diesen Tagen über den Kröpcke geht, vielleicht noch aus der Karmarschstraße den Hauptbahnhof zu erspähen versucht, könnte sich wundern. Denn zurzeit recken sich dort übermannshohe Bauwerke in den hannoverschen Himmel, die der Innenstadt architektonisch kaum zur Zierde gereichen.

10.07.2011
Anzeige