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Der Problem-Aufzug vom Kröpcke in Hannover

Stadt und Region streiten Der Problem-Aufzug vom Kröpcke in Hannover

Zwischen Stadt und Region Hannover rumort es derzeit. Der Grund: Die Region, zuständig für den Nahverkehr, möchte vor dem Kröpcke-Center einen Aufzug errichten, mit dem Fahrgäste direkt zum Bahnsteig der Stadtbahn gelangen können.

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Neben Lüftungsrohr und Rolltreppe möchte die Region einen Aufzug errichten.

Quelle: Rainer Surrey

Stadtbaurat Uwe Bodemann lehnt das unter anderem mit dem Hinweis ab, ein Aufzug sei aus städtebaulicher Hinsicht an der Stelle nicht zu vertreten – zu deutsch: Er könnte die Fußgängerzone verschandeln, die die Stadt von Juni an rund um das Center anlegt. Das kann man bei der Region nicht nachvollziehen, weil der neue Aufzug direkt neben einem riesigen Lüftungsrohr und der Rolltreppenanlage stehen würde.

In der Sache geht es um Behinderte, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit schwerem Gepäck. Wenn sie per Aufzug zu den Bahnsteigen der Linien 3, 7 und 9 – sie sind diejenigen mit dem stärksten Fahrgastaufkommen im Netz der Üstra – gelangen wollen, müssen sie etwas Zeit einplanen. Gegenüber dem Mövenpick führt ein Aufzug auf die Passerellenebene. Dort steigt man aus, geht etwa 200 Meter einmal um die neue Apotheke herum zum Aufzug auf der Karmarschstraßen-Seite und gelangt erst so zu den Zügen. Will man von unten nach oben, gilt dasselbe.

Die Region schlägt nun vor, den Aufzug an der Karmarschstraße bis zur Straßenebene zu verlängern, sodass die Bahnsteige in einem Rutsch zu erreichen wären. Es gibt einen entsprechenden Brief an die Stadt, in dem Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region, um Zustimmung wirbt und auf Vorzüge hinweist. Dabei, schreibt Franz, gehe es nicht nur um die Erreichbarkeit der mit 160.000 Personen pro Tag frequentierten Stadtbahnsteige. Auch die Niki-Promenade mit ihren Geschäften würde von einem zusätzlichen Aufzug profitieren. Die anstehenden Pflasterarbeiten rund um das Kröpcke-Center böten Gelegenheit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und den Aufzug zu verlängern. Die Kosten beliefen sich auf rund 250.000 Euro.

Bodemann schreibt zurück, der Aufzug sei zu Beginn der Verhandlungen mit dem Investor seitens Region und Üstra nicht gefordert worden; die Stadt selbst habe keine verkehrliche Notwendigkeit für den Fahrstuhl gesehen. „Unabhängig davon sind wir der Auffassung, dass ein Aufzug an dieser Stelle städtebaulich nicht zu vertreten ist“, schreibt der Dezernent.

Region und Üstra haben nach Informationen der HAZ sehr wohl frühzeitig den Wunsch nach einem Aufzug vorgetragen. Franz mag zu der Angelegenheit nichts sagen, außer, dass es weitere Gespräche geben soll. Rathaussprecher Dennis Dix wiederum erklärt, dem Inhalt von Bodemanns Brief sei nichts hinzuzufügen.

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