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Kröpcke-Loch wird zum Ärgernis für Hannoveraner

Stolperfallen Kröpcke-Loch wird zum Ärgernis für Hannoveraner

Folie hängt in Fetzen von der Decke, Bauzäune stehen schief in der Gegend herum, und in den Ecken liegt der Müll: Der Bereich zwischen Niki-Promenade und der U-Bahn-Station Kröpcke wird für Passanten und Geschäftsleute zunehmend zum Ärgernis. Es gibt hier gefährliche Stolperfallen, immer wieder zieht auch ein unerträglicher Gestank durch die Baustelle.

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Kahler Beton, Kabel hängen von der Decke: Die Baustelle auf der Tiefebene am Kröpcke macht mitunter einen verwahrlosten Eindruck.

Quelle: Nico Herzog

Hannover. Im Zuge des Kröpcke-Umbaus wird hier die Passerelle erweitert. Wo bisher das Kröpcke-Loch klaffte, sollen 2013 in der Tiefebene die Geschäfte eröffnen. Doch noch ist von dem künftigen Glanz nichts zu ahnen. Das Gegenteil ist der Fall: Der Bereich macht einen regelrecht verwahrlosten Eindruck. „Es sieht einfach furchtbar aus“, sagt die Filialleiterin eines Modegeschäfts in der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade. Seit Beginn der Bauarbeiten habe sie mit einem Umsatzrückgang von rund 30 Prozent zu kämpfen. „Unser Geschäft grenzt direkt an die Baustelle. Da bleibt doch kein Mensch stehen. Alle sehen zu, dass sie schnell weiterkommen.“ Und beim zügigen Schritt durch den Baustellenbereich ist Achtsamkeit angesagt.

Der alte Bodenbelag ist inzwischen entfernt, die Passanten laufen über den rohen Beton. An den Grenzen zur Niki-Promenade und zur U-Bahn-Station-Kröpcke herrscht Stolpergefahr. Diese Bereiche sind gefliest und liegen dadurch etwa 1,5 Zentimeter höher. Immer wieder bleiben vor allem ältere und gehbehinderte Menschen an den Absätzen hängen. Auch vor dem Rolltreppenaufgang zur Georgstraße lauern tückische Unebenheiten. Dort sind dicke Spanplatten auf dem Boden befestigt worden, um die Stolperfallen abzudecken. Doch die provisorische Konstruktion hält der hohen Belastung offenbar nicht stand. Die Platten sind völlig abgelaufen und zersetzen sich zunehmend. „Es müsste doch eigentlich möglich sein, diese Dinge besser zu lösen“, sagt eine Passantin. Vor allem in den Abendstunden versucht sie, den Baustellenbereich so schnell wie möglich zu durchqueren, um zur U-Bahn-Station zu gelangen. „Wenn nicht mehr so viele Menschen unterwegs sind, fühle ich mich zwischen den Bauzäunen und dem ganzen Dreck unsicher“, berichtet die Frau.

Anderen Passanten macht die Baustellenatmosphäre offenbar nichts aus. Neben dem Aufgang zur Georgstraße eröffnete Anfang des Jahres eine Backfactory-Filiale. Trotz Lärms, Staubs und wenig attraktiver Aussicht auf den Rohbau sind die zahlreichen Tische des Backshops stets besetzt. Ungeachtet der Bauarbeiten trinken Pendler dort morgens ihren Kaffee, zur Mittagszeit verbringen Dutzende Arbeitnehmer dort ihre Pause. „Jeder, wie er will, aber mir ist das unbegreiflich“, sagt ein junger Familienvater. Er findet, unter dem Kröpcke müsse dringend etwas passieren. „Hier sind jeden Tag so viele Menschen unterwegs. Da sollte die Baustelle etwas gepflegter wirken.“

Unabhängig von den Bauarbeiten, die derzeit am Kröpcke laufen, gibt es in der Tiefebene ein Geruchsproblem, das gerade in den vergangenen Tagen enorm zugenommen hat. „Es ist unerträglich. Manche Menschen halten sich die Nase zu“, berichtet die Mitarbeiterin eines Modegeschäfts. Der Gestank hat aber offenbar nicht direkt mit der Baustelle zu tun. „In der Tiefgarage wird der gesamte Müll gesammelt. Von dort zieht der Gestank nach oben“, sagt der Filialleiter eines Mobilfunkgeschäfts. Vor allem an warmen Sommertagen macht sich dadurch vor der U-Bahn-Station Kröpcke schlechte Luft breit.

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Von Redakteur Vivien-Marie Drews

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