Am Kröpcke wird es in diesem Sommer richtig eng: Im Juni soll rund um das neue Kröpcke-Center der Umbau der Fußgängerzone beginnen. Die Stadt investiert rund 4,5 Millionen, um den Bereich zu erneuern. Doch während der Bauphase wird der zentrale Knotenpunkt zwischen Georg-, Bahnhof- und Karmarschstraße zum Nadelöhr: Etwa 200.000 Menschen sind täglich in der Innenstadt unterwegs, die meisten passieren im Laufe des Tages auch den Kröpcke. Über hölzerne Stege sollen sie von Juni an auf engem Raum durch den Baustellenbereich geführt werden. „Diese Wege werden etwa drei bis vier Meter breit sein“, sagte Paul Babel vom Fachbereich Tiefbau.
In einem ersten Bauabschnitt wird zunächst der nördliche Bereich saniert – also die Stelle, an der Karmarschstraße und Georgstraße aufeinandertreffen. „Wir hoffen, dass wir bis zum Herbst alles gut schaffen. Das wird aber überhaupt nicht einfach“, sagte Babel. Der Bodenbelag soll nicht nur erneuert, sondern auch der Untergrund komplett abgetragen werden. „In der U-Bahnstation unter dem Kröpcke hat es in den vergangenen Jahren immer wieder getropft. Es gibt zahlreiche undichte Stellen“, sagte Babel. Die Decke der unterirdischen Station soll von außen freigelegt und ausgebessert werden. „Dann haben wir die nächsten 30 Jahre Ruhe“, sagte Babel. Sobald das geschehen ist, sollen dann am Kröpcke die gleichen Bodenplatten verlegt werden, wie sie bereits in der Bahnhofstraße verbaut wurden.
Großprojekt Kröpcke-Center: Über Stege sollen Fußgänger in dem schraffierten Bereich von Juni an durch die Baustelle geführt werden.
Die Ladenbetreiber sind darauf eingestellt, dass sie während der Umbaumaßnahmen eine Durststrecke durchmachen. „Die Kundenströme werden sich verändern“, sagte gestern Dirk Aigner von der City-Gemeinschaft. Die Geschäftstreibenden stünden aber zu „100 Prozent“ hinter dem Umbau des Kröpcke-Centers und der Erneuerung der Fußgängerzone. „Wir wurden frühzeitig in die Planungen eingebunden und sobald die Bauarbeiten in der Fußgängerzone beginnen, werden wir täglich mit der Bauleitung in Kontakt stehen, um flexibel auf die Auswirkungen zu reagieren“, sagte Aigner.
Gestern stellte die Stadt im Neuen Rathaus die wichtigsten Straßenbauprojekte für das laufende Jahr vor. Insgesamt hat die Verwaltung 16,8 Millionen Euro eingeplant, davon allein 2,5 Millionen Euro für die Beseitigung von Winterschäden im gesamten Stadtgebiet, vor allem aber in der Fußgängerzone. Während der langen Frostperiode waren unter anderem in der Georgstraße die Bodenplatten hochgekommen. „Diese Stellen sollen nicht nur geflickt, sondern grundlegend ausgebessert werden“, sagte Paul Babel vom Fachbereich Tiefbau.
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