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Plötzlich sind die Grünen die Spielverderber im Streit um den Landtagsumbau in Hannover.

Vier gegen eine Fraktion – so sah am Mittwoch die Kampfaufstellung aus, als der Landtag über ein Thema diskutierte, dessen Ausgang völlig offen scheint: Der Umbau oder Abriss des alten Plenarsaals. Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel hatte die Debatte eröffnet und gefordert, nun die Sanierung des von Dieter Oesterlen geschaffenen alten Plenarsaals zügig in Angriff zu nehmen.

Hagenah warnte die anderen Fraktionen vor „überhöhten Schätzungen mit dem Ziel, doch noch einen Neubau durchsetzen zu wollen“.

Die Grünen im Landtag haben deutliche Kritik an den angeblichen „politischen Zahlen“ geübt, die derzeit in der Debatte um den Neubau des Landtags-Plenarsaals kursieren.

Der Umbau des Plenargebäudes in Hannover ist ein heikles Thema.

Am kommenden Dienstag will Landtagspräsident Hermann Dinkla Licht in die undurchsichtige Debattenlage zur Zukunft des Landtagsgebäudes bringen. Bei einem Treffen mit allen Fraktionsvorsitzenden und den Parlamentarischen Geschäftsführern soll geklärt werden, wie nun weiter verfahren wird.

Der Umbau des Landtags-Plenargebäudes in Hannover ist ein heikles Thema.

Das Thema Landtagsumbau in Hannover hat bislang viel Hickhack verursacht. Landtagspräsident Dinkla sucht nun nach einer einheitlichen Linie: Mit den Fraktionen will er am Dienstag über Kosten, Neubau und Alternativen sprechen.

Immer neue Ideen: Statt den Nachkriegsplenarsaal (rechts) umzubauen oder abzureißen, könnte man ihn auch stehen lassen und am Standort der Wasserkunst (vorne im Bild) oder auf der Grünfläche südlich der Leine (links im Bild) neu bauen – finden Landespolitiker.

Hannovers Stadtpolitik verzweifelt am Landtag: Rot-Grün bezeichnete am Mittwoch die neuen Ideen der Landespolitiker für den Plenarsaal als „selbstherrlich“.

Der Neubau des niedersächsischen Landtags in Hannover ist in weite Ferne gerückt. Ein Grund dafür ist eine Kostenexplosion: „Die Kosten des Bauvorhabens können nach dem derzeitigen Stand etwa 64,5 Millionen Euro erreichen“, schreibt Landtagspräsident Hermann Dinkla am Dienstag in einem Brief an die Fraktionen. Die Kostengrenze liegt bei 45 Millionen Euro.

Der denkmalgeschützte Nachkriegsplenarsaal wird nun doch nicht abgerissen.

Die Pläne für einen Neubau des Landtagsplenarsaals in Hannover sind so gut wie vom Tisch - und die Architektenkammer Niedersachsen ist sauer: Die Architekten haben in zwei international besetzten Wettbewerben kostenlose Detailentwürfe geliefert.

Mit rot-weißem Flatterband und Luftballons wollten die Demonstranten auf dem Platz der Göttinger Sieben die künftigen Maße eines neuen Plenarsaals verdeutlichen.

Mit Flatterband und Luftballons: 150 Gegner des Plenarsaalabrisses haben am Sonnabend auf Platz der Göttinger Sieben in Hannover demonstriert.

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Zuerst die gute Nachricht: Wahrscheinlich werden in der Innenstadt von Hannover 40, 45 oder mehr Millionen Euro in den Bau eines neuen Gebäudes investiert. Gar nicht gut: Der Neubau erzwingt die Zerstörung eines Baudenkmals von Rang, und er wird komplett über Schulden finanziert.

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