Dass sie nass werden würden, damit hatten die Teilnehmer des Spaß-bootrennens „Crazy Crossing“ zum Abschluss des Maschseefestes ja gerechnet. Da kippt oder kentert immer mal eines der Boote auf dem Weg vom Courtyard Hotel zum Fackelträger, und meist gibt es auf der Strecke entlang dem Nordufer auch noch sportliche Spaßaufgaben, die schwimmend zu erledigen sind. Doch dass es gestern zum Festfinale bei dem im zwölften Jahr von Hit-Radio Antenne veranstalteten Gute-Laune-Wettbewerb auch von oben dauerhaft nass wurde, war einfach Pech. Ausgerechnet der letzte Festtag erwies sich wettertechnisch als der schlechteste der ganzen Party.
Dagegen moderierten die Hörfunkprofis munter an. „Wenn Sie mit Ihren Schirmen nicht klatschen können, dann heben und senken Sie sie doch einfach“, schlug Moderator Hakan Turan vor. Und trotz des Dauerregens waren eine ganze Reihe Unerschütterlicher gekommen, die sich das Rennen der 16 jeweils selbst gebauten Spaßboote von Firmenteams, Vereinen oder privaten Gruppen nicht entgehen lassen wollten. Da waren die immer wieder beliebten Dschungel- und Palmenlandschaften als Bootsaufbauten ebenso vertreten wie eine kleine Arche Noah samt angehängtem Gummihai, die die Evangelische Jugend Leine-Solling aufs Wasser gesetzt hatte, oder ein großer, schwimmender Kinderwagen einer Gruppe, die sich „Jümmer Vollgas Crew“ nannte. Auch Deutschlandfahnen und Fußbälle, ein Drachenkopf und ein kenternder „Titanic“-Rumpf waren vertreten. Auf Schnelligkeit kam es bei solchen Konstruktionen natürlich nicht an, es ging um Originalität, Gesamtkonzept und einigermaßen Seetauglichkeit.
Über die Sieger entschieden in der Jury Krimiautorin Susanne Mischke, die gestern Geburtstag hatte, Harm-Uwe Klaassen, Direktor der hannoverschen Niederlassung von Mercedes-Benz, der städtische Veranstaltungsmanager Klaus Timaeus und RTL-Nord-Moderatorin Kim Friedrichs. 96-Trainer Mirko Slomka hatte kurzfristig abgesagt – nach der Pokalblamage am Sonnabend zog er es wohl ebenso vor, der fröhlichen Showveranstaltung fernzubleiben wie Kapitän Steve Cherundolo und Teamkollege Vinicius, die fürs Prominenten-Tretbootrennen für einen guten Zweck zum Auftakt von „Crazy Crossing“ angekündigt waren.
Mit dem Tretboot fuhren Christoph Sure vom Pavillon und René Schweimler, Chef des Fahrgastfernsehens, als Erste durchs Ziel – die Siegprämie von 3000 Euro geht an die Robert-Enke-Stiftung. Beim Spaßbootrennen gewann die Mannschaft des Reit- und Fahrvereins Neuwarmbüchen, die ein Boot im Stil des Science-Fiction-Filmes „Avatar“ gebaut hatte, gefolgt vom Raddampfer der Mitarbeiter von Benecke-Kaliko und dem Team „Waka Loca“, das ein schwimmendes Fußballfeld konstruiert hatte.
Neues Maschsee-Poster: Das Maschseefest ist nur einmal im Jahr, Fans von Hannovers Haussee können jetzt aber ein Plakat erwerben, das auf der Vorderseite eine Zeichnung des Gewässers mit allen Sehenswürdigkeiten zeigt und auf der Rückseite Tipps und Informationen bietet. Herausgeber sind Hannover Tourismus Service (HTS) und Stroetmann-Verlag. Erhältlich ist das Poster für fünf Euro etwa in der Tourist-Information, Ernst-August-Platz 8.
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