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Rundgang

Nachts auf dem Maschseefest: Zwischen aufräumen und feiern


Während Standbetreiber auf dem Maschseefest in Hannover am späten Abend aufräumen, wird im Groove Garden noch gefeiert. Ein Rundgang zwischen letztem Bier und Go-go-Girls.
Während die Gäste im Groove Garden bis 5 Uhr morgens feiern oder im schummrigen Laternenlicht  nach Hause gehen, kümmert sich Chris Gabriel um Sauberkeit für den nächsten Tag des Maschseefests.

Während die Gäste im Groove Garden bis 5 Uhr morgens feiern oder im schummrigen Laternenlicht nach Hause gehen, kümmert sich Chris Gabriel um Sauberkeit für den nächsten Tag des Maschseefests.

© Florian Wallenwein

Wenn es dunkel wird am Maschsee, passiert etwas Unheimliches. Die rechte Spur am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer wird fast komplett von Taxen eingenommen. Dicht an dicht gedrängt werben sie gegen 23 Uhr um letzte Gäste und bilden mit ihren hell leuchtenden Schildern eine eigene Lichterkette parallel zu den schummrigen Laternen am Ufer. Sie begleitet den Besucher durch die lauten und leisen Passagen der Seeparty bei Nacht, die das Maschseefest ausmachen.

Da sind zum Beispiel die späten Tänzer an der Löwenbastion, die sich zwischen Stehtischen zu Pink und Lena mit glasigen Augen um sich selbst drehen und „Party!“ skandieren. Die ist zwar schon lange vorbei, aber die Konfetti-Reste auf dem Boden scheinen zu animieren. Die meisten gönnen sich noch ein letztes Bier und lassen sich dann von der Taxi-Illumination nach geleiten.

 

Die stillen Stationen zwischen Löwenbastion und Nordufer haben dagegen etwas Poetisches. Zwischen die Thekenzentren haben sich Paare auf Bänke zurückgezogen, um auf den Maschsee zu schauen, das Nordufer zu betrachten und die Stille zu genießen. „Einfach schön“, sagt eine Besucherin aus Hemmingen.

Ein paar Meter weiter am Pier 51 sitzen Jugendliche vor einem Auto und hören Musik. Sie haben Wodka dabei und feiern ihre eigene Party. Wieder ein paar Meter weiter packen Straßenmusiker Instrumente ein. „Ein guter Tag“, sagen sie. Das bestätigen auch Rosenverkäufer, Thekenpersonal und ein Flaschensammler. Er sucht das Ufer nach Leergut ab, während Besucher im „Clichy“ noch ein Glas Wein trinken und im Gosch-Sylt-Zelt tatsächlich „Westerland“ von den Ärzten läuft. Feierabendstimmung macht sich breit. Im Zino-Party-Zelt werden gegen 0.30 Uhr die Barhocker auf den Tresen gestellt, Gastro-Mitarbeiter Chris Gabriel fegt am Geibeltreff die Holzdielen sauber. Feiern möchte er nicht mehr. „Ich muss ja morgen schon wieder um 10 Uhr hier loslegen“, sagt er.

Da haben es andere leichter. Im Groove Garden am Nordufer feiern 1500 Tanzbegeisterte zur Musik der DJs Martin & Marlon und Jay 4 Floors. Etwa 3000 werden es am Abend insgesamt. „Während des Maschseefestes sind alle anderen Diskotheken leer“, sagt DJ Marlon. Bis 5 Uhr wird der 31-Jährige auflegen. Anstrengend, aber schön. Da stört es auch nicht, dass man aus Lärmschutzgründen leiser sein muss. „Ein guter DJ kompensiert das mit guter Musik“, sagt Marlon – und es scheint ihm zu gelingen. Während Go-go-Girls eine Feuershow zelebrieren, tanzen Hunderte zur Musik, lachen, flirten, entspannen in Liegestühlen. Wenn sie aus dem Groove Garden kommen, werden sie eine Überraschung erleben. Die Taxischlange hat sich vom Rudolf-von-Bennigsen-Ufer dorthin verlagert. Und so geht es fein illuminiert in die Stille des Morgens nach Hause. Bis zum nächsten Abend.

Jan Sedelies

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  • und was tesa – 06.08.10
    mit den unzähligen Schlägereien dort, von denen hier berichtet wurde?
  • @ X ... nicht mit dem Commander – 06.08.10
    Nö, lass mal gut sein, keine Schleichwerbung, sonst kommst du wohlmöglich noch vorbei! Kitzel du mal lieber deine Hühner weiter.
  • der Commander X – 06.08.10
    Wo ziehst Du denn rum?
    Da lachen ja die Hühner.
  • @ Marlon der Commander – 05.08.10
    Wie, alle anderen Diskotheken sind leer? Du musst mal wieder, wie damals, um die Häuser ziehen! Du wirst sehen, es gibt noch Leben jenseits des Zeltes am Nordufer. Liebe Grüße ... vom Commander

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