Für Revolverheld ist Katrin Meyer und ihrer Mutter Petra kein Weg zu weit. Dreieinhalb Stunden Fahrt haben die Schleswig-Holsteiner hinter sich. Dreieinhalb Stunden und etwa 200 Kilometer, um den fünf Jungs der Hamburger Band Revolverheld beim Rocken zusehen – und vor allem zuzuhören. Doch erst mal müssen sie warten: Fast vier Stunden stehen die beiden vor der Bühne, bis Frontmann Johannes Strate und seine Bandkollegen die HTS-Bühne auf dem Maschseefest betreten und ihre Hits wie „Mit dir chilln“, „Spinner“ oder „Ich werd’ die Welt verändern“ singen.
Doch trotzdem haben sich schon jetzt einige Fans vor den Absperrgittern versammelt, sitzen Pommes essend auf dem Boden, plaudern, lachen oder hören zum Einstimmen über Ohrstöpsel Musik ihrer Revolverhelden. „Mir war es schon wichtig, in der ersten Reihe zu stehen“, erzählt die 17-jährige Katrin Meyer. 13 Revolverheld-Konzerte hat sie bereits besucht, hat signierte T-Shirts, Schlagzeugsticks und Ohrringe in ihrem Zimmer an der Wand hängen. „Katrin ist eben ein richtiger Fan“, sagt Mutter Petra Meyer. Sie selbst fährt ihre Tochter jedes Mal zu den Auftritten der fünf Jungs – und sei dabei irgendwann selbst Fan geworden. „Die sind einfach so menschlich und schreiben so tolle Texte“, meint sie – und ist mit ihrer Meinung nicht allein. Revolverheld sei eine Band zum Anfassen, eine Band, bei der man gar nicht anders könne, als Fan zu werden. „Die Songtexte passen einfach, man kann sich voll mit ihnen identifizieren“, sagt Nicole Klimmeck. Die 17-jährige Wilhelmshavenerin ist zusammen mit drei Freundinnen extra für das Konzert nach Hannover gekommen – und hat sich in eine Jugendherberge eingemietet. „Wir freuen uns ziemlich auf das Konzert, da ist die Stimmung immer total genial“, sind sich die Mädchen einig. Einmal hätte sie nach einem Konzert sogar schon mal mit den Bandmitgliedern Johannes Strate, Kristoffer Hünecke, Niels Grötsch, dem Schlagzeuger Jakob Sinn und dem Bassisten Florian Speer zusammengesessen und sich unterhalten. „Die haben wirklich keine Berührungsängste“, sagt Sophie Hiller, die einen grünen Luftballon in der Hand hält, auf den sie mit Kugelschreiber „Revolver“ geschrieben hat. Neben ihr steht ihre Freundin, ebenfalls mit Ballon in der Hand – und der Aufschrift „Held“.
Während die Mädels warten, ist Backstage indes die Band bereits eingetroffen – und hat es sich am Nordufer in Strandkörben bequem gemacht. „Wir haben schon tolle Fans“, sind sich die Jungs einig. Dass sie extra früh anreisten, um sie zu sehen, sei jedes Mal wieder ein Grund zum Freuen. „In Hannover sind wir sowieso immer gern, wir haben hier unsere erste Platte aufgenommen und schon ziemlich viele Konzerte gegeben“, erzählt Frontmann Johannes. Das Maschseefest kannten sie zwar vor der Einladung vom Radiosender ffn noch nicht, „aber wenn wir hier sind, joggen wir gerne um den See“. Auch im Béi Chéz Heinz schauten die fünf Musiker immer gerne wieder vorbei.
Doch am Freitag blieb keine Zeit mehr für einen Abstecher nach Linden oder einen Bummel über das Maschseefest. „Gleich nach dem Auftritt geht es weiter nach München.“ Fans verpflichten eben.
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Kommentare
Hannoveraner ? – 02.08.10
Entschuldigung von welcher Sperrstunde sprechen sie und wo war wann Schluss bitte.Und was war wie anders als letztes Jahr.
Wenn man schon von Provinzposse resümiert muß man auch Fakten bringen.
Lautstärke Hannoveraner – 02.08.10
Also, ich kann auch nur sagen dass das Konzert extrem leise war. Vielleicht hat aber auch einfach die Bühnentechnik-Crew versagt, denn die vorhergehende und anschließende ffn-Konservenbeschallung kam mir deutlich lauter vor.Nichtsdestotrotz: beim anschließenden Rundgang am See war von der HTS-Bühne schon am Herrenhäuser nichts mehr zu hören. An den Fenstern der Südstädter kommen so nie und nimmer mehr als 45 dB an. In dieser 'Lautstärke' könnte man das Fest also die ganze Nacht durchlaufen lassen. Da zu der Pegelbegrenzung aber auch noch die unsinnige Sperrstunde dazukommt, ist das ganze mittlerweile wirklich eine Provinzveranstaltung - Lärmgegnern sei dank.
Lautstärke am Nordufer X – 01.08.10
Die vom HTS haben extra leise gemacht damit sich viele beschweren.Weil da auch Kulturritter mit dabei sind ist das logisch.
Es ist im Prinzip nicht zu leise, sonder die Lautsprecher (Delays) sind ungünstig verteilt/positioniert.
Man bräuchte mehr Lautsprecher hinten und im Seitenbereich, dann kann man insgesamt auch leise machen.
Die Bühne hat übrigens schon immer so gestanden.
Es ist halt keine Konzertsituation wie sonst üblich.
Eben Stadtfest.
Allerdings sollte man die Position und die Art der Musikacts dort überdenken.
In Puncto Sicherheit für Jugendliche usw.
Es gibt am Nordufer eben nur die Eingänge am Mövenpick und am Fackelträger sowie einen kleinen in der Mitte hin zur Straße (quasi Notausgang).
Dazwischen ist ein langer Schlauch wie in Duisburg, mit dem See auf der einen Seite und der Bühne und Containern/Toiletten sowie Ständen auf der anderen Seite.
Dass es dann zur Stauung vor der Bühne kommt ist logisch.
... vahrenwalder – 01.08.10
wurde nicht vorher noch groß geschrieben, dass so etwas wie in duisburg beim maschseefest nicht passieren kann, weil man in alle richtungen weg kann? fehlplanung hoch 3! vorhin auf dem fahrradweg war es die reinste katastrophe! zudem liefen viele besoffene auf der straße rum, sodass autos öfter mal vollbremsen mussten. warum dürfen dort überhaupt autos fahren?Zu: Duisburg im Kleinformat! CheGuevara91 – 31.07.10
Jetzt möchte ich mich auch nochmal dazu äußern! Wir waren auch gestern da und hatten einen Tisch ganz nah an der Bühne. Zuerst hatten wir noch ziemlich viel Freiraum aber als der Auftritt immer näher rückte war es so voll das Gäste unsere Stühle hoch schoben um einfach durch zu kommen! Ein Blick Richtung Wasser dort wo der Weg war, war dermaßen voll das niemand mehr vor und zurück kam und alle stehen bleiben mussten!Jetzt mal krass gesagt bzw. gefragt!
Was wäre wenn zum Beispiel irgend ein verrückter aufeinmal geschrien hätte oder irgendwie anders Panik gemacht hätte?
Ich muss sagen das Die Bühne sowass von unpassend stand! Wer kommt auf so eine Idee eine Bühne vor einen Durchflussgang zu stellen???
Duisburg im Kleinformat 160 – 31.07.10
Was war das gestern bitte für eine schreckliche Organisation? Wir kamen mit dem Auto, und die mobilen Schilder wiesen uns zum Schützenplatz, Einfahrt bei der KFZ-Zulassungsstelle. Nur leider war dort das Tor geschlossen, so dass ganze Wagenkollonnen wenden und dann wieder in die andere Richtung fahren mussten. Wenn man schon alle umliegenden Parkplätze unsinnigerweise schließt (BBS, KFZ-Zulassungsstelle, etc, um am Schützenplatz die 2 Euro fürs Parken kassieren zu können, dann bitte ALLE Tore öffnen, so dass man auch parken kann. Weil die Schlange zum Gildetor also bis zur Zulassungsstelle reichte, drehten wir um und parkten an der AWD-Hall. Dann wollten wir "nur eben" am Nordufer lang, wo wir uns am Fackelträger verabredet hatten. Und kurz vor der Bühne ging NICHTS mehr. Man stand im Gedränge, vorne gings nicht weiter, hinten wurde geschoben, einige drängelten, Kinder mussten auf die Schultern genommen werden. Eine geschlagene halbe Stunde kamen wir keinen Meter vor und keinen zurück, weil dort gerade das Konzert stattfand und nicht an die Menschen gedacht wurde, die einfach nur von rechts nach links wollten. Der Standort der Bühne war denkbar ungeeignet! Und das Gedrängel, wo man nur noch geschoben wurde, wo die Stimmung zu kippen drohte ließ die Frage aufkommen, ob man aus Duisburg nichts gelernt hatte... Nie wieder!!!Nicht schön MoM – 31.07.10
"Der Echte Fan" wohnt vielleicht gleich nebenan und stört sich an der Geräuschkulisse. ;-)Also, ohne hier irgendwelche Mutmaßungen anzustellen, wer was warum schreibt:
Ich war mittendrin und war ebenfalls enttäuscht. Denn "mittendrin" sollte man die Lieder schon noch verstehen können. Und "mittendrin" wäre es auch schöne, wenn nicht Leute von vorne, rechts, links und hinten drängen, weil sie eigentlich gar nicht das Konzert sehen wollen, sondern nur woanders hin. Oder weil sie zwar auch das Konzert sehen wollen, aber ständig rumgeschoben werden.
Planerisch war die Veranstaltung 'ne Katastrophe.
Der Bereich ist sowieso schon an seiner Belastungsgrenze, wenn Verkehr und Publikum aufeinandertreffen. Na ja, und dass das nicht mehr funktioniert, wenn nicht mehr nur eine Vorstadt-Band kommt, ist klar.
Die Situation war zwar noch nicht bedrohlich, Spaß gemacht hat's trotzdem nicht - und ich halte bei Großveranstaltungen gerne etwas mehr aus als sonst...
Schade.
@ein fan – @Hannoveraner – Der Echte Fan – 31.07.10
Ich war auch da, und es war Klasse. Weder die Musik war zu Leise, noch hat sonst was gestört. Ich glaube, das hier viele Gastronomie-Lobbyisten unter Pseudonymen die Kommentarfunktion nutzen um Stimmung gegen Lämbeschränkungen zu machen. Ihnen geht es um mehr Profit. Aber die meisten meiner Freunde und andere genießen einfach nur die Konzertreihen auf dem Maschseefest. Unser Bier bringen wir uns selber mit. Das ist vielen ein Dorn im Auge.enttäuschend Hannoveraner – 31.07.10
das stimmt, zum einen viel zu voll, weil die bühne halt mittendrin war und somit auch der durchgang an der bühne vorbei ging und die menschen von beiden richtungen aufeinander prasselten. Wer stehenbleiben wollte, wurde unweigerlich weitergeschoben. Und wenn man weiter hinten am See stand, hörte man schon kaum noch von der Musik. Man musste überlegen, welches Lied wohl gerade gespielt wird. Sehr enttäuschend...ich glaube nicht nur für die fans sondern auch für die hannoveraner, die einfach gern das maschseefest besuchen wolltenKonzert ?! ein fan – 31.07.10
Fürchterlich enttäunschend das Konzert ! Nicht wegen der Band, die sind Klasse, aber das Drumherrum war eine einzige Katastrophe. Am Grillstand nebenan, hat man von den Jungs so gut wie nichts meht gehört und auch am Getränkestand direkt gegenüber konnte man die Band sehen, aber fast nicht hören. Nennt sich sowas Konzert oder Geräuschunterdrückung ? So langsam glaub ich, kann man es mit Lärmemmissionsvermeidung auch übertreiben ...Wenn es noch jemanden so ging, dass er das Konzert als solches nicht mag, dann gebt bitte den Kulturittern eure Stimmen, damit sich endlich mal was tut und wir wieder nette Feste mit guter Laune geniessen können !!!!