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Biergarten kommt zum Maschseefest auf die Kinderwiese

"West Side" Biergarten kommt zum Maschseefest auf die Kinderwiese

Das Maschseefest erhält, wie berichtet, eine neue große Gastronomiefläche, jetzt stehen Details des Konzepts fest. Veranstalter Klaus Ritgen und Partner haben das Areal auf der Wiese am Westufer südlich des Court-yard-Hotels gemietet, wo es während des Seefestes bisher Angebote für Kinder gegeben hatte.

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Klaus Ritgen plant beim Maschseefest Gastronomie am Westufer. Und in der Debatte um die Verlegung des Kinderprogramms glätten sich die Wogen.

Quelle: Nancy Heusel (Archivbild)

Nun wird die Wiese erstmals für gastronomische Zwecke genutzt, der Vertrag mit der für den Betrieb gegründeten Gastro Event Partner GmbH ist unterzeichnet. Das bestätigt die Hannover Veranstaltungs GmbH (HVG), die für das Maschseefest zuständige Tochter der Hannover Marketing Gesellschaft (HMTG).

„West Side“, Westseite, nennt Ritgen sein Konzept. Es sieht auf 800 Quadratmetern einen maritim gestalteten „Parkbiergarten“, ein Zelt mit Loungecharakter und in Höhe des bestehenden Bootsstegs eine in den See ragende Terrasse vor. In den vergangenen Jahren war Ritgen mit wechselnden Geschäftspartnern beim Fest stets am Nordufer präsent, die bisher dort von ihm betriebene Fläche in Höhe des Maschsee-Pavillons geht dieses Jahr an den Kollegen Claus Bähre. Als Partner für die „West Side“ habe er unter anderem den Klub „Zaza“, das am Kröpcke neu geplante Burger-Restaurant „Jim Block“, das italienische Lokal „Rossini“ und die Carlsberg Brauerei gewonnen, mit Einbecker werde noch verhandelt, sagt Ritgen.

Er plant wechselnde Musikangebote und entsprechende Mottoabende im Zelt. „Alles wird gemäß den Lautstärkeregeln eingepegelt“, betont er. Besondere Attraktion soll die von ihm sogenannte 250 Meter große, in den Maschsee ragende „Seh-Terrasse“ sein. Über die neue Nutzung der früheren Kinderwiese hatte es einen Disput gegeben: Wie berichtet, will HVG-Chef Hans Nolte das Kinderprogramm in die Nähe der AWD-Arena verlegen. Der Fachbereich Jugend und Familie der Stadt hatte daraufhin erklärt, man werde sich aus der Gestaltung des Kinderprogramms zurückziehen, da die Nähe zum Wasser, die nun nicht mehr gegeben sei, eine Voraussetzung für das bisherige städtische Konzept gewesen sei. Jugendpolitiker aus dem Rat hatten eine „Verdrängung der Kinder“ kritisiert. Nolte will die Angebote für Kinder jetzt mit Hannover 96, der IdeenExpo und den Johannitern organisieren.

„Im nächsten Jahr müssen die pädagogischen Profis von der Stadt wieder dabei sein“, fordert Stefan Politze, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. Das unterstreicht auch Ingrid Wagemann, Kollegin von den Grünen. Sie zeigt sich indessen bemüht, die Wogen zu glätten: „Es gibt rechtsverbindliche Verträge mit dem Gastronomen, wir sehen keinen aktuellen Bedarf mehr, die Situation zu ändern“, sagt Wagemann. „Wir werden uns aber die neuen Angebote und den Standort auf ihre Qualität hin genau anschauen“, kündigt sie an.

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