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Ein feucht-fröhliches Finale beim Maschseefest

„Crazy Crossing“ Ein feucht-fröhliches Finale beim Maschseefest

Ein feucht-fröhliches Finale: Die Höhepunkte des letzten Wochenendes beim Maschseefest waren das Fackelschwimmen und das Bootsrennen „Crazy Crossing“. Und nass war es auch von oben.

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Maritime Stimmung zum Ausklang eines maritimen Festes: Mit einem Boot im Stil des Films „Fluch der Karibik“ beeindruckte die DLRG-Gruppe Krähenwinkel am Sonntag beim Spaßrennen am Nordufer.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Dem Fluch des schlechten Wetters war nicht zu entkommen am Sonntag beim letzten Festtag am Maschsee. Doch auch der „Fluch der Karibik“ lag über der Veranstaltung: Gleich drei der zehn Teams, die sich beim alljährlichen Spaßbootrennen „Crazy Crossing“ von Hitradio Antenne an den Start begaben, hatten sich beim Bau ihrer Boote von der Kino-Piratensaga inspirieren lassen. Der Schönheitspreis gebührte dabei klar dem Werk der DLRG-Gruppe Krähenwinkel: Die Mitglieder hatten in sechswöchiger Arbeit nicht nur das Piratenschiff „Black Pearl“ nachgebaut, sondern alle Teilnehmer auch im Stil der Filmcharaktere kostümiert – natürlich inklusive des Käpten Sparrow, der am Maschsee nicht von Johnny Depp, sondern von einem jungen Mann namens Sebastian Wehmeyer verkörpert wurde.

Er und sein Team belegten am Ende den zweiten Platz bei dem Wettbewerb am Nordufer. Die Wertung bemaß sich zur einen Hälfte aus dem Applaus des Publikums, zur anderen aus den vom Veranstalter verteilten Punkten für die Geschicklichkeit, mit der die Mannschaften die Hindernisse auf dem See meisterten. Da galt es etwa beim Wasserbasketball einen Korb zu werfen oder die Mannschaft des jeweils gegnerischen Teams mit riesigen Wasserpistolen zu beschießen. Und beim „Matrosen-Katapult“ ging es darum, durchs Hüpfen auf einem Trampolin, das mit einem aufblasbaren Plastikkissen verbunden war, einen Teamkollegen in die Luft zu befördern.

Das Maschseefest ist am Sonntag mit dem traditionellen Spaßbootrennen Crazy Crossing zu Ende gegangen.

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Das alles war neu, früher mussten die Boote einfach nur irgendwie am Nordufer entlanggelangen. Doch weil beim Maschseefest dieses Jahr auch zwei andere lokale Radiosender Aktionen auf dem Wasser anboten, habe man „das Profil etwas schärfen“ wollen, erklärte Antenne-Sprecherin Ina Engelleitner. Gewonnen hat unter diesen Voraussetzungen die Mannschaft des Sicherheitsunternehmens Tosa Security um Chef Bernd Rosilius. Weil die Mitarbeiter oft bei Rockkonzerten im Einsatz sind, hatten sie ein Boot im Stil einer Rockbühne mit Musikboxen und Stones-Zunge gebaut. Dritter wurden die Zehn- bis Zwölfjährigen aus Langreder bei Barsinghausen vom Team „Waterdragon“, die einen schwimmenden Drachen konstruiert hatten. Außer Konkurrenz hatte sich zuvor 96-Kapitän Steven Cherundolo ins Tretboot gesetzt und dabei gegen ein Team von Antenne durch schnelleres Treten 3000 Euro für den von ihm unterstützten Verein Kinderherz erstrampelt.

Doch auch, wenn das „Crazy Crossing“ mittlerweile selbst Tradition hat – so alt wie das Maschseefest ist allein das Fackelschwimmern des Tauchclubs Hannover, das seit der ersten Veranstaltung vor 26 Jahren das Fest begleitet. Am Sonnabendabend brachten die rund 100 Teilnehmer, zu denen jedes Mal auch Schwimmer von Gastvereinen gehören, nach Einbruch der Dunkelheit wieder eine zauberhafte Stimmung auf und an den See. Der 16-jährige Dominik Rohde etwa ist Mitglied beim TSV Anderten und bereits seit fünf Jahren dabei. Begleitet wurden die Schwimmer von liebevoll gestalteten kleinen Booten mit den Logos oder Maskottchen der Vereine. Proviant und Getränke schwammen auf diese Weise mit – schließlich galt es, anderthalb Stunden auf dem See durchzuhalten. Gestartet wurde am Westufer in Höhe der Papageienbrücke, Ziel war der Anleger am Courtyard Hotel. Viele Maschseefestbesucher sind treue Fans der Aktion am letzten Sonnabend der Seeparty. Und so wurden beim Finale am Nordufer wieder zahlreiche Fotoapparate und Handykameras gezückt und Applaus gespendet.

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