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Maschseefest 2011 Kulinarisch bietet das Maschseefest in diesem Jahr mehr denn je
Hannover Themen Maschseefest 2011 Kulinarisch bietet das Maschseefest in diesem Jahr mehr denn je
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11:43 31.07.2011
Von Stefanie Gollasch
Kulinarische Leuchttürme: Am Nordufer ragen die Gastronomiestände besonders weit in die Höhe – Leckereien mit hohem Niveau gibt es aber rund um den See. Quelle: Nico Herzog
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Hannover

Zauberhaft ist auf jeden Fall der enorme Aufwand, den Hannovers Gastronomen treiben, um den Besuchern das zu bieten, was sie sich wünschen: wahlweise elegante, rustikale oder gemütliche Steh- und Sitzgelegenheiten, Speisen, die in Qualität und Vielfalt denen im Restaurant in nichts nachstehen, dazu ein zum jeweiligen Standort passendes Rahmenprogramm aus Musik, Kleinkunst, Amüsement.

Und schon vergisst man, dass man in der norddeutschen Tiefebene sitzt, und wähnt sich stattdessen an einem bayerischen See, an der italienischen Küste, in einem lauschigen griechischen Garten oder an einem der „In“-Plätze auf Sylt.

Natürlich geht es ums Geldverdienen, aber für die Wirte ist es auch eine Imagefrage, beim Maschseefest einen guten Auftritt hinzulegen. Und so wird, wer genau hinsieht, feststellen, dass an den meisten Ständen die Chefs persönlich das Geschehen leiten, Ansprechpartner für die Gäste sind, aber auch Gesicht zeigen, um deutlich zu machen: Wir sind dabei, und wir nehmen die Sache hier ernst. Betrachtet man die Investitionen, die hinter den Auftritten stehen, ist die Sache tatsächlich sehr ernst. Das Aresto etwa hat seinen opulenten Stand mit drei Pavillons eigens für das Fest angeschafft, nutzt ihn also nur zweieinhalb Wochen im Jahr. Ähnliche Risiken gehen fast alle ein, die mit hohem Aufwand starten und nur hoffen können, dass der Umsatz am Ende wenigstens halbwegs stimmt.

Den Gästen kann es indes nur recht sein, dass sich die Standbetreiber alle Mühe geben. Wer eine ruhige Ecke für ein gepflegtes Abendessen sucht, wird genauso fündig wie die Familie, die schnell mit den Kindern eine Bratwurst essen will, oder die Clique, die sich nicht auf eine Geschmacksrichtung einigen und zu mehreren Ständen ausschwärmen kann. Die Preise sind marktüblich, Aufschläge werden nicht erhoben. Wer sich einmal quer durchs Fest schlemmen will wie wir beim HAZ-Test, muss aber schon ordentlich Kleingeld dabeihaben.

Unbedingt beachten: Auf Gläser wird grundsätzlich ein Euro Pfand erhoben – Zurückbringen nicht vergessen! Sollte das dennoch passieren, freut sich der Nächste am Tisch. Aber letztlich ist Geld ohnehin nicht das Entscheidende am See, denn den Zauber dort gibt es für alle gratis.

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