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Maschseefest 2011 Maschseefest beginnt mit bunter Parade am Nordufer
Hannover Themen Maschseefest 2011 Maschseefest beginnt mit bunter Parade am Nordufer
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09:36 28.07.2011
Von Stefanie Kaune
Das Maschseefest ist eröffnet. Quelle: Nico Herzog
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Hannover

Gefeiert wird jetzt bis Mitte August rund ums Wasser. Doch am Mittwochabend reckten sich bei der Eröffnung des Maschseefestes am Nordufer die Köpfe der Besucher erst einmal nach oben in die Luft: An einem 40 Meter hohen Kran hängend, schwebte Akrobatin Nadia Meinhardt vom Berliner Theater Lufttanz zu Opern- und Filmmusik über der Uferpromenade und zeigte in ihrem weißen, geflügelten Kostüm Körperkunst, die schwerelos schien. So hoch wollte das Maschseefest bei der Eröffnung noch nie hinaus. Doch letztlich blieb man wie gehabt am Boden: Seit Jahren ist es gute Gewohnheit, dass zum Auftakt des Seefestes eine Parade kostümierter Gestalten und fröhlich trommelnder Musikgruppen am Nordufer promeniert.

Da zogen am Mittwoch die Shademakers aus Bielefeld als weiße Phantasiewesen verkleidet mit einer riesenhaften Pfauenfigur in ihrer Mitte vorbei, Künstlerinnen von StelzenArt aus Bremen stolzierten als „Grandes Dames“ verkleidet umher, und die vom Berliner Karneval der Kulturen bekannte Trommelgruppe Afoxe Loni brachte Besucher aller Altersklassen mit brasilianischen Rhythmen zum Mitwipppen. Die Regenwolken, die kurz vor Beginn noch einen nassen Gruß nach unten geschickt hatten, hatten sich da bereits verzogen. Die Schirme wurden eingeklappt, und etwas später zeigte sich sogar die Sonne wieder ein bisschen. So war es am frühen Abend schon gut gefüllt am Nordufer. Insgesamt werden während der Festdauer bis zum 14. August zwei Millionen Besucher erwartet.

„Das mit dem Wetter war der Plan, das hatten wir so bestellt“, meinte Marketing- und Tourismuschef Hans Nolte scherzend, der als Geschäftsführer der neu gegründeten Hannover Veranstaltungsgesellschaft (HVG) dieses Jahr erstmals die Organisation des Maschseefests übernommen hat und zusammen mit dem Ersten Stadtrat und Wirtschaftsdezernenten Hans Mönninghoff das rote Band durchschnitt. Reiner Zufall, versicherte Nolte, sei indessen, dass der Kran von dem die Lufttänzerin geschwebt war, von der Hainhölzer Firma Nolte-Autokrane gebucht worden war.

Unbedingt schon zum Auftakt dabei sein wollten Werner und Ingrid Dressler aus Garbsen: „Das ist immer so schön mit der Parade“, meinte das Rentnerpaar. Die Enkelinnen Jasmine und Denise, die gerade aus Berlin zu Besuch sind, erlebten das alles dagegen zum ersten Mal. „Es wird von Jahr zu Jahr schöner“, jubelte die 88-jährige Charlotte Lorenzen aus Burgdorf, die sich vor allem über die singenden Gondolieri freute, die die Besucher statt auf dem Wasser in ihren rollenden Booten übers Nordufer chauffierten.

Doch selbstverständlich wurden auch an den anderen Feststationen die Leinen losgelassen. An der rappelvollen Löwenbastion etwa schien der legendäre Queen-Frontmann Freddie Mercury wieder zum Leben erweckt: Dort spielte unter lautem Jubel des Publikums die Queen Revival Band ihr Programm „A Tribute to Freddie Mercury“. Harry Rose in der Rolle des 1991 verstorbenen Sängers kam dem Original in Stimme und Optik erstaunlich nahe. An der Maschseequelle wurden derweil AC/DC imitiert – die Seeparty ist immer auch das Fest der Coverbands. An der Temple Bar gab es indessen irischen Rock im Original.

Am Mittwoch zeigte sich auch erstmals, ob die neuen Standkonzepte der Gastronomen halten, was sie versprachen. Manchmal wohl nicht ganz: Die venezianische Piazza wäre schöner ohne die Pizzacontainer davor – und auf der „West Site“ am Westufer irritierten die Bierzelt-Garnituren, die zwischen Loungemöbeln und schicken Holzstühlen standen.

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