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Regenwetter trübt die Maschseefest-Bilanz

Weniger Gäste als 2010 Regenwetter trübt die Maschseefest-Bilanz

Das Maschseefest in Hannover ist am Sonntag zu Ende gegangen, insgesamt 1,8 Millionen Menschen bummelten auf den Uferpromenaden. Damit kamen deutlich weniger Besucher als im vergangenen Jahr – der heiße Sommer 2010 hatte 2,3 Millionen Gäste angelockt.

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Dem dreijährigen Aran und seiner Schwester Viona (7) macht das sonntägliche Schauerwetter Spaß. Doch Veranstalter und Wirte des Maschseefestes finden es alles andere als lustig, dass nach dem insgesamt weitgehend schlechten Wetter auch noch der letzte Festtag verregnete.

Quelle: Christian Burkert

Hannover. Der letzte Tag des Mascheseefestes war am Sonntag mit seinen Schauern und dunklen Wolken noch einmal symptomatisch für das große Problem der Seeparty in diesem Jahr: das Wetter. Der kühle und nasse Sommer hat der Veranstaltung am Ende dann auch die Bilanz verwässert. Statt der erhofften zwei Millionen Besucher zählten die Organisatoren von der Hannover Veranstaltungsgesellschaft (HVG) lediglich 1,8 Millionen an den 19 Festtagen. Die Wirte gehen im Schnitt von Umsatzeinbußen von 20 Prozent im Vergleich zu einem guten Sommer aus.

Hannover hat es am Mittwochabend krachen lassen: Die besten Partybilder vom Maschseefest.

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„Vor allem die vergangene Woche war nicht witzig“, meinte HVG-Chef Hans Nolte am Sonntag bei der Bekanntgabe der Zahlen. Zwar war der Sonnabend mit mehr als 200.000 Gästen einer der stärksten Tage. Doch die Ausfälle waren dadurch nicht mehr auszugleichen – zumal auch das Wetter am Freitag und Sonntag die Hoffnungen der Wirte auf einen versöhnlichen Endspurt zunichte machte.

Erfreulicheres hatte die Polizei zu berichten. „Das Fest war noch friedlicher als zuletzt, wir hatten wenig zu tun“, sagte der zuständige Einsatzleiter Cord Stünkel. Insgesamt habe es 21 Körperverletzungen gegeben, das sei ein Rückgang gegenüber dem vergangenen Jahr um 30 Prozent. Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten, zu denen auch Diebstähle oder Sachbeschädigungen zählen, sank gegenüber dem Vorjahr von 90 auf 70 Delikte. Lediglich vier Fälle stark alkoholisierter Jugendlicher wurden nach Angaben Stünkels verzeichnet. „Es hat sich bewährt, dass wir seit zwei Jahren verstärkt präventiv arbeiten.“

Das Maschseefest ist am Sonntag mit dem traditionellen Spaßbootrennen Crazy Crossing zu Ende gegangen.

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Für das Maschseefest 2012 strebt HVG-Geschäftsführer Nolte nach der Qualitätsoffensive in diesem Jahr mit neuen und attraktiveren Gastronomieständen weitere Anstrengungen in diese Richtung an. „Das Ambiente könnte an einigen Stellen noch maritimer gestaltet werden“, meinte er. Auch an der Ausweitung der Aktionen auf dem See werde weiter gearbeitet. Dringend notwendig ist nach Ansicht Noltes und der Gastronomen ein Vorgehen gegen den wilden Bierverkauf von Straßenhändlern im Umfeld des Festes. „Das ist für alle Volksfeste eine Bedrohung, aber es hat sich noch nie so klar dargestellt wie jetzt beim Maschseefest.“ Die Verwaltungsspitze habe das Problem erkannt. „Wir werden nun gemeinsam nach Lösungen suchen, wie das rechtlich zu regeln ist“, kündigte Nolte an.

Fest steht bereits, dass die Seeparty nächstes Jahr eine Woche später, am 1. August, beginnt. Die HVG möchte mehr Abstand zum Schützenfest gewinnen.

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