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Maschseefest Hannover Nolte: „Schweigeminute wäre schlimmer“
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    09:43 13.07.2015
    Von Tobias Morchner
    Hans Christian Nolte, Chef des Hannover-Marketings. Quelle: Rainer Droese
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    Hannover

    Herr Nolte, warum haben Sie nach dem Fund der Leiche im Maschsee eine Veranstaltung wie das Crazy Crossing nicht abgesagt?

    Wir haben drüber ernsthaft diskutiert. Das Crazy Crossing abzusagen, hätte aber bedeutet, das gesamte Fest nicht stattfinden zu lassen. Das ist in so kurzer Zeit nicht möglich. Unsere Gäste kommen zum Teil von weit her, die hätten wir gar nicht mehr erreicht. Auch die Saisoneröffnung von Hannover 96 im Stadion nebenan zieht Besucher nicht nur von hier. Dazu kommt, dass die Menschen aus dem Umfeld des Toten uns gebeten haben, das Fest nicht abzusagen.

    Zur Person

    Hans Christian Nolte ist Geschäftsführer der Hannover Veranstaltungs GmbH (HVG), die das Maschseefest organisiert.

    War auch in der Diskussion, vor dem Crazy Crossing eine Schweigeminute für den Toten einzulegen?

    Nein. Das wäre meinem Empfinden nach noch schlimmer als eine vollständige Absage der Veranstaltung, denn es hätte kein würdevoller Moment sein können, wenn die Veranstaltungsfläche einen ganzen See umfasst.

    In der Nacht zu Sonnabend, als der 31-Jährige verschwand, war das Maschseefest sehr gut besucht. Sie selbst sprechen von 180.000 Besuchen. Müssen Sie über ein neues Sicherheitskonzept nachdenken?

    Nein. Jeder Stand hat seine eigene Security. Zusätzlich läuft unser Sicherheitsdienst regelmäßig um den ganzen See Streife und reagiert auf brenzlige Situationen. Die Beamten haben am Freitag mehrere Platzverweise erteilt, weil am Nordufer Personen ins Wasser gesprungen sind.

    Es gibt Stimmen, die sagen, das Maschseefest sei zu voll. Teilen Sie diese Meinung?

    Nein. Es hat bislang am Nordufer an zwei Tagen je einen Rückstau gegeben, nämlich im Rahmen der Auftritte von Revolverheld und Mickie Krause. Die Fluchtwege waren dabei immer frei. Wir haben erst kürzlich einen erneuten Sicherheitscheck mit der Polizei und den Rettungskräften gemacht. Dabei gab es keine Beanstandungen.

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