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Zu voll: Polizei sperrt Maschsee-Nordufer

KOnzert von Johannes Oerding Zu voll: Polizei sperrt Maschsee-Nordufer

Es war einfach zu voll: Das Konzert von Johannes Oerding auf dem Maschseefest wurde vom Veranstalter am Freitagabend früher als geplant beendet. Fans mussten auf die obligatorische Zugabe verzichten und diskutieren nun im Internet, ob das frühe Ende aus Sicherheitsgründen berechtigt war.

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Nach 45 Minuten verließen der verdutzte Sänger und seine Band die Bühne - eine Zugabe war nicht mehr drin.

Quelle: Dillenberg

Hannover. Der vorzeitige Abbruch des Auftritts des Sängers Johannes Oerding auf dem Maschseesfest hat die Diskussion über das Sicherheitskonzept der Veranstaltung wieder aufleben lassen. Der beliebte Songschreiber musste am Freitag nach 45 Minuten ohne Zugabe von der Bühne am Nordufer gehen, weil das Gedränge rund um den Auftrittsort zu groß wurde. Erstmals in der Geschichte des Festes mussten die Zugänge zum Nordufer für 30 beziehungsweise 40 Minuten gesperrt werden. Dazu benötigten die Sicherheitskräfte des Veranstalters massive Unterstützung der Polizei.

Johannes Oerding trat auf dem Maschseefest auf der ffn-Bühne auf. 

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Gesperrt war zeitweise auch der Zugang zur Löwenbastion im Süden des Sees, weil die Indie-Rockband New Model Army kurz zuvor sehr viele Fans anlockte. „Wenn die Veranstalter sich Künstler von diesem Format einladen, müssen sie damit rechnen, dass sehr viele Leute kommen, das hätte man besser planen können“, schreibt ein Oerding-Fan auf der Facebook-Seite des Radiosenders ffn, der das Konzert präsentiert hatte.   

Bereits zehn Minuten vor dem Beginn des Auftritts herrschte nach Angaben der Polizei dichtes Gedränge vor der Bühne. Der Zustrom der Fans riss auch nicht ab, nachdem die Zugänge zum Nordufer bereits gesperrt waren. Nach Angaben der Polizei versuchten deshalb zahlreiche Besucher, die Absperrungen zu überrennen, was einigen auch gelang, weil an der Stelle zu wenig Sicherheitskräfte und zu wenig Absperrgitter vorhanden waren. „Ich konnte leider von dem Konzert nichts genießen, da ich mit meiner eigenen Sicherung beschäftigt war“, schreibt ein anderer Fan des Sängers bei Facebook.

Die Entscheidung, das Konzert ohne Zugabe zu Ende gehen zu lassen, sei dann gefallen, nachdem sich auch hinter der Bühne am Arthur-Menge-Ufer immer mehr Fans des Musikers versammelten, sagte Maschseefest-Organisator Hans-Christian Nolte. Sowohl die Sperrung des Nordufers, als auch das vorzeitige Ende des Konzerts sei stets mit allen Verantwortlichen der Polizei, der Stadt und der Feuerwehr abgesprochen gewesen.

Für den großen Andrang hat Nolte eine Erklärung: „Es war der erste warme Tag seit Wochen, was uns am Freitag und am Sonnabend mehr als eine halbe Millionen Besucher beschert hat“, sagt er. Zudem sei Johannes Oerding derzeit überaus erfolgreich, insbesondere mit seiner jüngsten Veröffentlichung – ein Umstand, der noch nicht abzusehen gewesen sei, als man den Musiker für das Maschseefest gebucht hatte.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Auftritt des bekannten Schlagerstars Micki Krause mehr Besucher an den Maschsee gelockt, als erwartet. Die Veranstalter hatten darauf reagiert und ihr Sicherheitskonzept aufgestockt. In diesem Jahr gibt es zusätzliche Fluchtwege am Nordufer. Zudem patrouillieren Mitarbeiter des Jugendamtes rund um den See, die gezielt Heranwachsende auf ihren Alkoholkonsum ansprechen sollen. „An diesem Wochenende verzeichneten die Kollegen keine besonderen Vorkommnisse“, sagt Stadtsprecherin Anja Menge.

Außerdem ließen die Maschseefestplaner am Nordufer zusätzliche Funkmasten aufstellen, um das telefonieren mit dem Mobiltelefon zu verbessern. „Der Sicherheitsdienst hat eine Handy-Vorrangschaltung für den Notfall. Mit den übrigen Standbetreibern rund um den See stehen wir per Funk in Kontakt“, erläuterte Nolte.

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Fotos vom See
Foto: Trotz Gedränge hatten die meisten Gäste auf dem Maschseefest gute Laune.

Am ersten Party-Wochenende auf dem Maschseefest war mächtig was los: Viele Besucher schlenderten schon am Freitagabend über die Promenade am See. Auch am Sonnabend war das Fest bis spät in die Nacht gut besucht. Hier sehen Sie die besten Bilder von Freitag und Sonnabend.

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