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Crazy – und ein bisschen traurig

Rückblick aufs Maschseefest 2014 Crazy – und ein bisschen traurig

Leinen los! Für zwölf Crews galt es am Sonntag, 180 Meter Wasserstrecke auf selbst gebauten Booten zurückzulegen. Bei dem Wettbewerb auf dem Maschsee ging es aber nicht nur ums Tempo. Kreativ mussten die Amateur-Matrosen sein – und bei  „Hau den Lukas“ kräftig zuhauen können.

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Schwein gehabt: Die Ladenholzer Trecker Crew siegt auf dem Hanomag-Floß.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Spektakel und Gaudi beim Remmidemmi-Rennen auf dem Maschsee – darf das Crazy Crossing Spaß machen, wenn wenige Stunden zuvor ein Ertrunkener aus dem See geborgen wurde? „Die Situation ist dramatisch, aber wir haben uns entschlossen, das Fest nicht abzusagen“, erklärte Karoline Eggert vom Veranstalter Hitradio Antenne. „Die Familie des Toten hätte es wohl auch nicht gewollt“, mutmaßt Eggert und fügt an: „Die Teilnehmer haben so lange an ihren Booten gebastelt.“ Die Freizeitflößer sahen das wohl ebenso. „Wenn man paddelt, denkt man nicht darüber nach“, sagte Saskia Gerwitz, die im Team „Shaun das Schaf“ an den Start ging. „Es ist traurig, dass so etwas passierte. Doch wir konzentrieren uns jetzt erst einmal darauf, heil rüberzukommen“, sagte Sebastian Stern von der Paddelgemeinschaft der Leinewelle und des Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellenspender-Registers (NKR).

Schräge Wettfahrt auf dem Maschsee: Beim Crazy Crossing auf dem Maschseefest galt es für zwölf Crews, 180 Meter Wasserstrecke am Nordufer mit selbst gebauten Booten zurückzulegen.

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Also: Leinen los - als sei nichts passiert. Für zwölf Crews galt es, 180 Meter Wasserstrecke am Nordufer zurückzulegen. Dabei ging es nicht nur ums Tempo. Es waren auf einem Ponton einige Übungen etwa am „Hau den Lukas“ zu absolvieren, und eine Jury bewertete zudem die Kreativität beim Floßbau. Dabei hatte es augenscheinlich die Crew des Landbäckers Bosselmann mit dem Brandschutz nicht so genau genommen. Der an Bord installierte Brötchenofen setzte noch vor dem Start einen Teil der Floßdekoration in Brand. Nach einer Schrecksekunde konnten die Bäcker trotzdem noch aufs Wasser - mussten aber ergebnistechnisch kleinere Brötchen backen. Trotz eines Trainings auf der Nordsee, von dem Gerhard Bosselmann erzählte, sprang am Ende nur Platz sechs heraus.

Saustark - nämlich mit einem Steuermann im Schweinskostüm, zeigte sich die Ladenholzer Trecker-Crew, die in ihrem Hanomag-Trecker-Flo auf Platz eins paddelte. Direkt dahinter landeten die Eishockeyfreunde vom Team Hannover Indians Fanclub Lumumba. Und Dritter wurde das gemischte Team von NKR und Leinewelle - der der Popart-Künstler Della eine bunte Welle aufs Floß aus Surfbrettern gebastelt hatte.

Von Manuela Wilk

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